Ansbach Plus | 03. Dezember 2016 AN + | 03.12.2016

Wilhelm von Meinel

220px-Wilhelm_von_MeinelWilhelm Karl von Meinel (* 24. November 1865 in Ansbach; † 23. März 1927 in München) war ein deutscher Jurist und Politiker. Vom 15. November 1922 bis zum 8. Februar 1927 war er Bayerischer Staatsminister für Handel, Industrie und Gewerbe. Er war seit 1911 verheiratet mit Emmy geb. Sellner.

Meinel wurde in eine alte und angesehene Beamtenfamilie geboren. Sein Vater, Karl Ritter von Meinel, war Regierungsdirektor und Vizepräsident in Ansbach. Nach dem Abitur am Carolinum diente er im 3./Infanterie-Regiment 5. Als Student der Rechtswissenschaften wurde er im Wintersemester 1883/84 beim Corps Onoldia aktiv. 1890 bestand er das Staatsexamen mit sehr gut. Am 1. Dezember 1891 wurde er Assessor am Bezirksamt Ansbach, im Oktober 1895 bei der Kreisregierung in Ansbach. Am 1. Dezember 1895 ging er in das bayerische Staatsministerium des Königlichen Hauses und des Äußeren unter den Grafen Crailsheim, Podewils und Hertling. Hier stieg er in den folgenden 15 Jahren zum Ministerialdirektor auf und leitete die Abteilung für Handel, Industrie und Gewerbe. 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, wurde er als stellvertretender Bevollmächtigter Bayerns im Bundesrat bestellt. Ein Jahr nach Kriegsende, am 1. September 1919, wurde er zum Wirkl. Staatsrat ernannt.

In der Revolutionszeit stellte er sich gegen Ministerpräsident Kurt Eisner, der seine Kompetenzen beschnitt. Entgegen dessen Wunsch nahm Meinel als 1. Vertreter des Reichswirtschaftsministeriums an den Vorbereitungen der Verhandlungen in Versailles und (1920/21) an den Konferenzen in Spa, Brüssel, London und Genua teil. Berufungen in hohe Reichsämter und in die Weimarer Nationalversammlung (1919) lehnte er ab. Parteilos, aber der Bayerischen Mittelpartei nahestehend, leitete Meinel nach dem Rücktritt von Eduard Hamm ab 24. Juli 1922 kommissarisch die Geschäfte des Staatsministeriums. Nach der Wahl von Eugen Ritter von Knilling zum Bayerischen Ministerpräsidenten am 8. November 1922 berief ihn dieser am 15. November 1922 an die Spitze des verwaisten Ministeriums.

Am 9. Februar 1927 zwang ihn schwere Krankheit zum Rücktritt. Keine sechs Wochen später starb er.

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