Ansbach Plus | 06. Dezember 2016 AN + | 06.12.2016

Wilhelm Mandel

Wilhelm Mandel

Fotoquelle: Alexander Biernoth

Wilhelm Mandel (* 24. Februar 1821 in Edersheim i.Ries; †22. August 1877) war rechtskundiger Bürgermeister der Stadt Ansbach und langjähriger Abgeordneter im Bayerischen Landtag.

Der studierte Jurist und und Pfarrerssohn Mandel, dessen Mutter eine geborene Schäzler aus Ansbach war, war vor seiner Tätigkeit in Ansbach bereits rechtskundiger Bürgermeister in Schwabach und dann ab 1855 „königlicher Advokat“ in Ansbach. In der Nachfolge von Ludwig Meyer bekleidete er von 1956 bis zum Tod 1877 das Amt des rechtskundigen Bürgermeister der Stadt Ansbach und war von 1855 bis 1869 Mitglied in der Kammer der Abgeordneten des Bayerischen Parlaments.

Zu seinen Ehren gibt es in Ansbach den Mandelweg.

Während seiner Amtszeit hat Mandel das städtische Vermögen fast geizig gehortet und gleichzeitig die Umlagen für die Bürger so gering wie möglich gehalten. Während seiner Amtszeit wurde Ansbach mit drei Bahnlinien erschlossen und die Erreichbarkeit der Bezirkshauptstadt wurde wesentlich größer: 1859 fahren die ersten Züge auf der Strecke nach Gunzenhausen, das schon an die Bahnlinie Nürnberg-Augsburg angeschlossen war, 1864 wurde die Strecke nach Würzburg eröffnet und 1875 wurde die Verbindung Nürnberg-Ansbach-Crailsheim in Betrieb genommen. Wegen seiner großen Beliebtheit bei der Bevölkerung wird Mandel auch in den Landtag gewählt, wo er großen Anteil an der bayerischen Sozialgesetzgebung hatte. 1871 legte er sein Abgeordneten-Mandat nieder und wurde in den mittelfränkischen Bezirkstag gewählt. Überraschend starb er im Amt am 22. August 1877.

Mandel heiratet in Schwabach Bertha Naffz, die gemeinsamen Söhne, der Jurist Karl Wilhelm Mandel und Dr. Friedrich Mandel, verlebten ihren Lebensabend im elterlichen Haus in Ansbach, Promenade 7.

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