Ansbach Plus | 04. Dezember 2016 AN + | 04.12.2016

Wilhelm Grimm

Wilhelm Grimm

Wilhelm Grimm

Wilhelm Grimm (* 31. Dezember 1889 in Hof; † 21. Juli 1944 bei Coswig (Anhalt)) war ein hochrangiges Mitglied der NSDAP und Gründer der Ansbacher Ortsgruppe.

Grimm,  der von 1906 bis 1909 die Unteroffiziersschule in Fürstenfeldbruck absolviert und am 1. Weltkrieg teilgenommen hatte, wurde im Oktober 1919 als Leutnant ins Zivilleben entlassen. Er fand Arbeit als Obersekretär beim Versorgungsamt Ansbach.

1920 wird er zunächst Mitglied der Deutschsozialistischen Partei und 1922 der NSDAP. Bei der Gründung der Ansbacher NSDAP-Ortsgruppe am 22. Januar des selben Jahres wird er zum 1. Vorsitzenden bestimmt. 1926 steigt er zum NDSAP-Kreisleiter auf und war vom 3. September 1928 bis 1929 Gauleiter für Mittelfranken, dann ab 1929 stellvertretender Gauleiter für Franken unter Julius Streicher.

Bereits 1928 zog er für die NSDAP in den Bayerischen Landtag ein, ab 1933 war er Mitglied des ReichstagesGrimm war ab Januar 1932 Beisitzer im Untersuchungs- und Schlichtungsausschuss der NSDAP, einem Gremium zur Regelung parteiinterner Streitigkeiten. Ab Juni 1932 war er zudem der stellvertretende Vorsitzender des Obersten Parteigerichts und der Vorsitzende der 2. Kammer des Obersten Parteigerichts der NSDAP. Er war somit einer von 18 Reichsleitern der NSDAP.

Der SS trat Grimm am 18. Oktober 1933 im Rang eines Oberführers bei, schon wenige Monate später war er zum SS-Gruppenführer befördert worden.

Grimm starb 1944 bei einem Autounfall. Fünf Tage nach seinem Tod wurde er in Schliersee beigesetzt.

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