Ansbach Plus | 06. Dezember 2016 AN + | 06.12.2016

Walter Antz

Walter Antz

Walter Antz

Walter Antz (*19. Juni 1888 in Kaiserslautern; †15. Juli 1955 in Ansbach) war ein ehemaliger Polizeipräsident und stellvertretender Regierungspräsident von Mittelfranken.

Der Protestant Anzt war 1907/08 Einjährig-Frewilliger im 22. bayerischen Infanterie-Regiment und studierte anschließend Jura. Unterbrochen wurde die ab 1912 anschließende Referendarszeit durch die Teilnahme am 1. Weltkrieg von 1914-1918. Nach der Referendarszeit schloss er 1919 das Studium mit der großen Staatsprüfung ab und begann als Akzessist bei der Regierung der Pfalz und später als Bezirksamtmann in Zweibrücken. Im April 1923 erfolgte seine Ausweisung, woraufhin er als Sachbearbeiter für die „Abwehr in der Pfalz“ im bayerischen Staatskommissariat für die Pfalz in München tätig wurde. Hier war Antz maßgeblich an der Abwehr des Separatismus und an der sogenannten „Pfalzbefreiung“ beteiligt, im Zuge derer der pfälzische Gutsbesitzer Franz Josef Heinz, der am 6. November 1923 eine autonome Pfalz ausgerufen hatte, ermordet wurde.

Im Mai 1926 wurde Antz von Seiten der Rheinlandkommission die Rückkehr in die Pfalz genehmigt, wo er kurzzeitig wieder am Bezirksamt Zweibrücken tätig wurde. Am 1. November 1926 stieg er zum Regierungsrat I. Kl. bei der Polizeidirektion München auf.  Am 1. Dezember 1930 ernannte man ihn zum Polizeidirektor in Ludwigshafen, wo er von Juli 1939 bis zur Gefangennahme am 23. März 1945 Polizeipräsident war.

In der Gefangenschaft wurde er bis 1947 in England und Frankreich interniert, im Spruchkammerverfahren allerdings in Gruppe V („Entlastete“) eingestuft.

Es erfolgte ein kurzfristiges Engagement 1948/49 als Rechtsrat der Stadt Nördlingen, bevor er am 11. Mai 1949 zum Regierungsdirektor in Ansbach und am 01. Juli 1950 zum Regierungsvizepräsident von Mittelfranken ernannt wurde und schließlich 1953 in Ruhestand ging.

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