Ansbach Plus | 06. Dezember 2016 AN + | 06.12.2016

Waidleins Breze

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Die Geschichte der legendären Brezen ist verbunden mit der Firmenhistorie des Backhaus Waidlein in der Neustadt 41. Gründer waren der Bäckermeister Johann Waidlein mit seiner Frau Margarete, die hier Brot, Semmeln, Fein-Gebäck und eben Brezen – diese aber noch in geringer Stückzahl und in geschlungener Form – anboten. 2011 verließ die letzte handgemachte nicht automatisiert hergestellte Breze den Backofen.

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Nach dem 2.Weltkrieg erfolgte 1953 der Umbau der Bäckerei. Den Geschäftsbetrieb übernahm nach seiner Lehre zum Bäckermeister der Sohn Hans Waidlein gemeinsam mit seiner Frau. Die Unternehmung war begleitet von einer steigenden Nachfrage der Brezenproduktion. Im Zuge dessen folgte etwa 1975 der Umstieg auf ein individuelles Erscheinungsbild der nun un-geschlungenen Backware, mit leicht veränderter Rezeptur (+Brotgewürz). Der erste Slogan war Waidlein’s Brezen einfach klasse..

Dank weiter steigende Nachfrage eröffnete das Backhaus eine Verkaufsstelle im ehemaligen Quelle-Haus in der Maximilianstraße, wo viele den Aufenthalt an der Bushaltestelle nutzten, um leckere Brezen einzukaufen.

Brezenhaus

Brezenhaus

Die Brezen waren nicht nur im Stadtgebiet, sondern auch im näherem Umland zu haben. Der Ausstoß an Brezen belief sich auf ca.3000 Stück am Tag. Sonder-Größen, belegte Brezen, Monogramme und Zöpfe wurden in Waidleins Backstube geformt und erfreuten sich grossem Zuspruch.

Mitte der 1980er Jahre erfolgte die Umstellung auf den reinen Brezenbetrieb. Zu Bestzeiten gab es einen Brezenausstoß inklusive aller Varianten in Höhe von rund 5000 Stück am Tag. In Folge dessen zog die Fürther Bäckerei Wölfel in das Ladengeschäft in der Neustadt.

Die eigenen Brezen verkauften man jetzt am Herrieder Tor, wohin man wegen des Umbaus am Quelle-Gebäude und dem dortigen Einzug der Deutschen Bank gewandert war. Schließlich zog das Brezenhaus – hier war die Sanierung des Herrieder Tors ursächlich – 2003 in Richtung Durchgangsschulhaus an die Riviera, wo es bis zur Produktionsaufgabe 2011 ihren Standort hatte.

Nachdem der Bäcker Wölfel ausgezogen war und der Nachmieter aus Muhr a. See den Geschäftsbetrieb in der Neustadt 41 aufgegeben hatte, wurden hier dann auch wieder selbst die Waidleins Brezen verkauft. 2005 wurde das Ladengeschäft durch Marc Waidlein in die Laguna Bar umgestaltet. Hier wurden am Tag auch wieder Backwaren verkauft, daneben natürlich Brezen. 2011 folgte die Einstellung jeglichen Produktionsbetriebes, der Laden steht seit 2012 leer und wartet bis heute auf eine neue Nutzung.

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