Ansbach Plus | 06. Dezember 2016 AN + | 06.12.2016

Samson Oberndoerffer

Samson Oberndoerffer

Samson Oberndoerffer

Samson (Schamsche) Oberndoerffer (*25. August 1791 in Ansbach; †1. Mai 1866 in München) war Inhaber der Firma „J. N. Oberndoerffer“ zu München, Numismatiker und Besitzer des damals grössten Handelslagers von Münzen und Medaillen.

Oberndoerffer war der Sohn von Nathan Abraham Oberndoerffer ( 1760-1825), eines Juwelen-, Bijouterie- sowie Silbergrosshändlers. Er widmete sich mit besonderer Vorliebe der Numismatik. Dies führte ihn auf Reisen
ins Ausland, wodurch er Gelegenheit hatte, die grössten Münzkabinette Europas sowie berühmte Numismatiker kennen zu lernen. Er kaufte viele Sammlungen und verteilte 1825 den ersten Münzkatalog, womit er viel Anklang fand.

Eine Besonderheit ist sein Verdienst um die Verbreitung des bayerischen Geschichtstalers auf Wunsch König Ludwigs I. Im Jahr 1837 verlegte er sein Domizil nach München und trat in das 1830 gegründete Bankgeschäft seines Bruders Joel Nathan Oberndoerffer ein. Sein ebenfalls als Numismatiker tätige Neffe Max Ritter von Wilmersdörffer trat 1841 in das Geschäft seines Onkels ein, welches er 1867 nach dessen Tod übernahm. Er genoss in seinem Metier Weltruf, seine verfassten Sammlungskataloge gelten bis heute als bedeutende Nachschlagewerke.

Zu seinen Ehren wurde 1861 zu seinem 70. Geburtstag eine Zinnmünze geprägt. Für das 19. Jahrhundert ist die Existenz einer Samson-Oberndoerffer-Stiftung nachweisbar.

Samson Oberndoerffer war in erster Ehe mit Kele Wilmersdoerffer (1786-1852). Seine zweite Frau war Berta Hirschinger, mit der erst die Töchter Caroline (*1853) und Paula (*1855) hatte.

Quelle

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