Ansbach Plus | 04. Dezember 2016 AN + | 04.12.2016

Oswald Levett

Oswald Franz Levett, eigentlich Oswald Franz Loewitt (* 15. Juni 1884; † 1942 in Maly Trostinez) war ein österreichischer Schriftsteller und Übersetzer.

Levett wurde 1908 zum Doktor der Rechtswissenschaften an der Universität Wien promoviert und belegte nach der Fortsetzung der Ausbildung an der Universität für Welthandel in Wien und an der Ecole Libre des Sciences Sociales und an der Ecole Libre des Sciences Politiques einen Buchrevisorenkurs. Anschließend war er als Anwalt und beeideter Gerichtsdolmetscher für sechs Sprachen (Französisch, Englisch, Portugiesisch, Russisch, Italienisch und Spanisch) tätig.

Er nahm am 1. Weltkrieg teil, wo er verwundet wurde und ihm das Ritterkreuzes des Franz-Josefs-Ordens verliehen wurde. Nach Kriegsende unternahm er mehrere Reisen durch Europa, Vorderasien und Nordafrika.

Am 10. Dezember 1933 erschien sein in Ansbach spielender Roman Verirrt in den Zeiten bei FIBA Verlag, Wien-Leipzig.

Am 31. Dezember 1938 kam es zum Ende der Anwaltschaft aufgrund der Rassenbestimmungen. Im März 1939 ging Levett in die Emigration nach Brüssel und hatte dort eine Tätigkeit im Hilfswerk für die Juden aus Deutschland. Nach der am 23. Oktober 1940 erfolgten Festnahme in Brüssel, und Überstellung nach Aachen wurde er per Sammeltransport nach Wien verbracht. Am 5. Oktober 1942 wurde er zusammen mit ca. 550 Personen in das Vernichtungslager Maly Trostinez deportiert. Nach der Ankunft im Lager am 9. oder 10. Oktober war Levett nicht unter den zwei Überlebenden dieser Deportation.

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