Ansbach Plus | 11. Dezember 2016 AN + | 11.12.2016

Max Westenhöfer

Max Westenhöfer (1951)

Max Westenhöfer (1951)

Max Westenhöfer (* 9. Februar 1871 in Ansbach; †25. September 1957 in Santiago de Chile) war ein Pathologe ind Biologe, der das öffentliche Gesundheitssystem Chiles mit reformierte. Er war Universitätsprofessor und Direktor des pathologischen Museums in Berlin.

Westenhöfer wurde in Ansbach als Sohn des Lehrers Joseph Johann Westenhöffer und seiner Mutter, einer geborenen Knell, geboren. Er studierte in Berlin u.a. bei Rudolf Virchow und machte dort 1894 seinen Abschluss. Seine erste Anstellung fand er nach seinem ersten Chile-Aufenthalt (1908-11) als Armeearzt während des 1. Weltkrieges. 1922 wurde er Professor der Pathologie an der Berliner Universität.

Nach erneutem Kurzaufenthalt in Chile, wo er sich der Etablierung seiner Fachrichtung im universitären Kontext bemühte, war er von 1932 bis 1948 wieder in Deutschland ansässig. In dieser Zeit veröffentlichte er sein herausragendes Werk „Der Eigenweg des Menschen“, worin er seine sämtlichen stammesgeschichtlichen Arbeiten und deren Resultate systematisiert zusammengefasste. Mit den Inhalten lief Westenhöfer nicht mit der NS-Rassenideologie konform, weswegen die Publikation regelrecht unterdrückt wurde. So unterblieben mit Druck von oben Neuauflagen und Pressebesprechungen.

Von 1948 bis zu seinem Lebensende war dann wieder Chile seine Heimat, wo er sich weiter seinen Fachbereichen widmete und seine Erkenntnisse nachhaltig an seine Schüler weitergab. Das Land Chile ehrte ihn für sein Engagement mit dem Orden Bernardo O’Higgins.

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