Ansbach Plus | 03. Dezember 2016 AN + | 03.12.2016

Leonhard Moog

Leonhard Moog

Leonhard Moog

Leonhard Moog (* 11. Oktober 1882 in Ansbach; † 6. Januar 1962 in München) war ein deutscher Politiker (DDP, LDP) und Thüringer Finanzminister.

Geboren als Sohn eines Gaswerkmeisters absolvierte Moog nach Volks- und Handelsschule eine kaufmännische Lehre. Aufgrund seiner liberalen Überzeugungen seit 1906 Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei und für seine Partei 1919 bis 1933 Stadtverordneter in Weimar. 1925 bis 1927 war er Abgeordneter im Thüringer Landtag. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten konnte er seine politische Arbeit nicht mehr fortsetzen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Moog Gründungsmitglied der Demokratischen Partei Thüringens, die später in LDPD umbenannt wurde. Am 29. Juli 1945 wurde er auf der ersten Landesausschusssitzung zum Landesvorsitzenden seiner Partei gewählt. Bei den halbfreien Landtagswahlen in der SBZ 1946 wurde Leonhard Moog in den Thüringer Landtag gewählt.

Im Juni 1945 wurde er von der amerikanischen Besatzungsmacht zum Direktor des Landesamtes für Finanzen der Provinzialverwaltung Thüringen (Finanzminister) im Kabinett Brill ernannt. Im Juli 1945 wurde er von der sowjetischen Besatzungsmacht in diesem Amt bestätigt (Kabinett Paul I). Von Dezember 1946 bis Januar 1950 trug er auch offiziell den Titel eines thüringischen Finanzministers (Kabinett Paul II und Kabinett Eggerath I).

Von 1945 bis 1950 war Leonhard Moog Mitglied des Zentralvorstandes der LDPD. Bis 1948 war er dort stellvertretender Vorsitzender und 1948 bis Februar 1949 (Mit-)vorsitzender.

1948 wurde Leonhard Moog in den 1. Deutschen Volksrat und später in die vorläufige Volkskammer entsandt. Bei den nach Einheitslisten als Scheinwahlen durchgeführten Landtagswahlen in der DDR 1950 wurde er als Landtagsabgeordneter bestätigt.

Anfang 1950 eskalierten die Angriffe der SED gegen Leonhard Moog. In der von der SED gelenkten Presse wurde Moog Schädlingstätigkeit und Spionage vorgeworfen. Um der Verhaftung zu entgehen, musste Leonhard Moog im Januar 1950 nach West-Berlin fliehen, wo er am 18. Januar 1950 seinen Rücktritt als Minister erklärte.

In der Folge kam es in Abwesenheit zu einem Schauprozess gegen Moog. Am 8. Dezember 1950 wurde Moog durch das Oberste Gericht der DDR auf persönliche Anweisung Ulbrichts zu einer hohen Zuchthausstrafe verurteilt.

Moog lebte zunächst in West-Berlin, später in München.

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