Ansbach Plus | 09. Dezember 2016 AN + | 09.12.2016

Lazar Münz

Lazar Münz

Lazar Münz

Dr. phil.Eleazar (Lazar) ben Aryeh Leib (Löb, Löw) Münz (* 2. Mai 1837 in Tarnów, Westgalizien; † 4. Januar 1921 in Ansbach, Bayern) war ein österreichisch-galizischer Rabbiner und geschätzter Autor. Er war verheiratet mit der Kaufmansstochter Lea Luise Kleinmann aus seinem Geburtsort Tarnów, mit der drei Söhne (Rabbiner Dr. phil. Wilhelm Münz (1856-1917), Rabbiner Dr. phil. Isaak Münz (1857–1932), Allgemeinmediziner Dr. med. Philipp (Pinkus) Münz (1864-1944) und eine Tochter hatte.

Münz entstammte einer gebildeten österreichisch-galizischen Rabbiner-Familie, war der Sohn des Rabbiners Aryeh Leyb Mints (Arie Löb Münz, ca.1798-1891), Ehrenrabbiner in Bielitz, sowie der Enkel des berühmten Rabbiners Eleazar Löw (1758-1837). Er war ein bedeutender Talmud-Gelehrter, der sich sein Wissen u.a. am Jüdisch-Theologisches Seminar in Breslau erworben hatte.

Münz war von 1867 bis 1877 Oberrabbiner in Auschwitz (Westgalizien) und zeitgleich Distriktsrabbiner des Wadowicer Kreises sowie von 1877 bis 1905 in Kempen bei Posen. Hier gründete er bald nach Dienstantritt eine jüdische Schule. Im Jahr 1905 zog er nach Würzburg und bald darauf zu Tochter Jettl und Schwiegersohn Dr. Arnold Klein, der damals Rabbiner in Nürnberg und später in Ansbach war.

1914 oder womöglich erst nach dem 1. Weltkrieg zog Münz mit seiner Tochter und ihrem Ehemann nach Ansbach um, wo er bis zu seinem Tod schriftstellerisch tätig war. Seine Beisetzung auf dem Jüdischen Friedhof fand am 6. Januar 1921 statt.

Weitere Informationen auf WIKIPEDIA

 

Stadtwerke Ansbach
Anzeige
Stadtwerke Ansbach
Anzeige
Stadtwerke Ansbach
Anzeige