Ansbach Plus | 06. Dezember 2016 AN + | 06.12.2016

KZ-Außenlager

Ansbacher Schlachthof von der Rezathalle her gesehen

Ansbacher Schlachthof von der Rezathalle her gesehen

Das Außenlager Ansbach des KZ Flossenbürg bestand vom 13. März 1945 bis 4. April 1945. In dieser Zeit waren rund 700 Häftlinge in den Zuschaurrängen der Rezathalle und im Umfeld der Halle, nahe dem Schlachthofgelände und dem Hauptbahnhof untergebracht. Von diesen waren über die Hälfte nichtjüdische Polen und Russen, ein Drittel jüdische Polen und Ungarn. Die restlichen Gefangenen kamen aus 19 weiteren Nationen.

Die Aufgabe der Häftlinge war nach der Bombardierung Ansbachs die Beseitigung von Schäden an Gleisanlagen im Auftrag der Reichsbahn. Zu ihrer Bewachung waren 24 Posten (Flossenbürger SS, Wehrmacht und Volkssturmmänner) abgestellt.

In der Dauer des Außenlagers gab es mindestens 72 Tote. Täglich starben zwischen drei und fünf Häftlinge.

Nach der Auflösung des Außenlagers Ansbach wurden die meisten Häftlinge nach Flossenbürg überstellt, über 90 kamen ins Dachauer Außenlager München-Allach.

Heute befindet sich auf dem Waldfriedhof eine 1950 eingeweihte Gedenkanlage für 56 Opfer des Außenlagers.

 

 

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