Ansbach Plus | 08. Dezember 2016 AN + | 08.12.2016

John Christopher Smith

John Christopher Smith (1763)

John Christopher Smith (1763)

John Christopher Smith (*1712 als Johann Christoph Schmidt in Ansbach; †1795 in London) war ein  Komponist und als Sekretär des weltberühmten Georg Friedrich Händel mit dessen Werk und Wirkung eng verbunden.

Smith wurde als ältester Sohn des gleichnamigen Wollhändlers (*1683 in Kitzingen; †1763) geboren, welchen Händel wohl bereits aus gemeinsamen Studientagen in Halle kannte und er die Familie Schmidt 1716 auf seiner Reise in Ansbach besuchte. Während der Vater auf ein Angebot Händels hin diesem nach England folgte, zog die Ehefrau mit drei Kindern etwa 1720 nach.

In England war der ältere Smith bis zu Händels Tod dessen Sekretär und wichtigster Kopist. Er erbte den Besitz der Manuskripte, die er wiederum nach seinem eigenen Tod dem gleichnamigen Sohn hinterließ. Die Autographen Händels gelangten 1795 in den Besitz König Georg III und sind heute Bestand der Royal Music Library, welche von der British Library verwaltet wird.

Der jüngere John Christopher Smith ging nach der Auswanderung in London zur Schule und erhielt im Alter von 13 Jahren Klavierunterricht von Händel, und studierte Komposition bei Thomas Roseingrave und Johann Christoph Pepusch. Er machte sich durch seine Fertigkeiten einen guten Namen als Musiklehrer, mehr denn als Komponist. In den 1750er Jahren übernahm der die Funktion seines Vaters als vertrauten Sekretär Händels, der zu jener zeit erblindet war, und unterstütze ihn bei der Aufführung seiner Oratorien.

Nach Händels Tod im Jahr 1759 dirigierte er mehrere Jahre die jährlich stattfindenden Aufführungen von Händels Messiah, wurde 1762 bis zu ihrem Tod Musikmeister bei der Princess of Wales, der Ehefrau von Königin Carolines Sohn. Er genoss in der Gesellschaft äußerst hohes Ansehen und war durch den Besitz der Aufführungspartituren und Manuskripte Händels in einer herausragenden Position, die weiterhin jährlich stattfindende Reihe von Oratorien zu begleiten. Als sein größter eigener Erfolg gilt sein Oratorium Paradise Lost nach John Milton, das am 29. Februar 1760 uraufgeführt wurde. Dieser Erfolg sicherte ihm die Leitung als künstlerischer Direktor des Covent Garden Royal Theatre, die er wegen gesundheitlicher Probleme 1772 aufgeben musste. In den letzten Lebensjahren, in denen er eine Pension des Königs erhielt,lebte er zurückgezogen in Bath. Seine erste Frau starb ebenso wie die gemeinsamen Kinder vor ihm.

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