Ansbach Plus | 09. Dezember 2016 AN + | 09.12.2016

Johann Pfotel

Johann Pfotel (*21. November 1445 in Roth; †3. Dezember 1511 in Ansbach) war ein Rechtsgelehrter, Diplomat und markgräflicher Rat sowie Gesanter von Markgraf Albrecht I. und Markgraf Friedrich II.. Seinem Erbe verdankt Ansbach die Errichtung des Markgraf-Georg-Brunnens. Er war verheiratete aber kinderlos und wurde in der St. Sebastiankapelle der Stiftskirche von St. Gumbertus bestattet.

Pfotel wurde am 21. November 1445 als Sohn des Fritz Pfotel und dessen Frau Elisabeth in Roth geboren. Vermutlich ging der begabte Junge in der nahen Klosterschule zu Heilsbronn oder in der Stiftschule von St. Gumbert zu Ansbach in die Schule. 1460, also mit 15 Jahren, wurde er an der Universität Leipzig immatrikuliert. 1461, gerade mal 16 Jahre alt, erwarb er dort den ersten akademischen Grad, das „Baccalaureat“. Es ist nicht bekannt, an welcher Universität er das Studium der Rechtswissenschaft aufnahm und mit dem Erwerb des Doktorhutes abschloss. 1474 erscheint er in den Ehaftbüchern der Stadt Roth als „ehrwürdiger Johann Pfottel, doctor“. Noch im gleichen Jahr wurde der 29-jährige Doktor von Markgraf Albrecht Achilles in diplomatischer Mission nach Böhmen und Polen entsandt.

Pfotel wurde als Gesandter auch an zahlreiche europäische Höfe gesandt. Es galt, politische Händel zu bereinigen, Prozesse zu führen, Botschaften seines Herrn zu überbringen, Kundschaften einzuholen oder als Zeuge aufzutreten. Welcher Beliebtheit er sich erfreute, sehen wir daraus, dass er in Rechtsangelegenheiten „leihweise“ angefordert wurde. Über 40 Jahre wirkte als markgräflicher Rat.

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