Ansbach Plus | 08. Dezember 2016 AN + | 08.12.2016

Johann Jakob Cella

Johann Jakob Cella (1796)

Johann Jakob Cella (1796)

Johann Jakob Cella (* 27. Februar 1756 in Bayreuth; † 30. November 1820 in Ansbach) war ein deutscher Jurist und Schriftsteller.

Cella machte sich durch zahlreiche juristische und politische Publikationen zu seiner Zeit einen Namen. Auch heute noch finden seine Werke Eingang in Vorlesungen zum Strafrecht, zum Urheberrecht u. a. an deutschen Universitäten. Hervorzuheben sind insbesondere seine „Freymüthigen Aufsätze“ (3 Bände, 1784–1786) und die Monografie „Ueber Verbrechen und Strafe in Unzuchtsfällen“ (1787).

Cellas Vater Mattheo Cella stammte von Korsika und war Haushofmeister bei der zweiten Gemahlin des Markgrafen Friedrich von Bayreuth, der Markgräfin Sophia Caroline Maria aus dem Hause Braunschweig. Er besuchte das Bayreuther Gymnasium und studierte von 1771 bis 1775 in Erlangen und Göttingen und arbeitete dann fast zwei Jahre in Wetzlar am Reichskammergericht. Danach ließ er sich als Advokat in Bayreuth nieder. 1778 trat er als Secretär in die Dienste des ansbachischen Ministers Karl Friedrich Reinhard von Gemmingen, den er nach Paris begleitete. Auf dessen Empfehlung wurde er 1781 Kastner oder Amtmann in Herrieden und Burgthann mit dem Charakter eines markgräfl. ansbach-baireuthischen Justizraths.

1784 erwarb er die Doktorwürde an der Universität Erlangen. 1788 bis 1796 war er „fürstl. nassauischer Regierungs- und Kanzleidirektor“ in Weilburg und erhielt 1797 die Stelle eines Kreisdirektors in Schwabach.

1808 ging er als Kreisrat nach Ansbach, 1810 als „Localkommisariats- und Oberadministrations-Rath“ nach Nürnberg, 1817 als bayerischer Regierungsrat wieder nach Ansbach, wo er 1820 starb und auf dem Stadtfriedhof begraben liegt. Das Grab ist noch erhalten, der Grabstein wurde 2006 restauriert

Cella war von 1781 bis 1792 in erster Ehe mit Helene Buff aus Wetzlar, der jüngeren Schwester von Charlotte Buff (Goethes: „Die Leiden des jungen Werthers“) verheiratet. Er hatte acht Kinder aus erster Ehe und sechs Kinder aus dritter Ehe, von denen jedoch mehrere in jungen Jahren starben.

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