Ansbach Plus | 11. Dezember 2016 AN + | 11.12.2016

Johann Georg von Soldner

Johann Georg von Soldner nach einem Porträt von 1816

Johann Georg von Soldner nach einem Porträt von 1816

Johann Georg von Soldner (* 16. Juli 1776 Georgenhof bei Feuchtwangen; † 13. Mai 1833 in München-Bogenhausen) war ein deutscher Physiker, Mathematiker, Astronom und Geodät. Für exakte Landesvermessungen, u.a. des Fürstentums Ansbach, entwickelte er das Soldner-Koordinatensystem.

Soldner wurde am 16. Juli 1776 auf dem Georgenhof bei Feuchtwangen im mittelfränkischen Landkreis Ansbach als Sohn des Bauern Johann Andreas Soldner geboren. Er erhielt zwei Jahre Unterricht an der Feuchtwanger Lateinschule. Es zeigte sich bei ihm früh eine mathematische Begabung: mit selbst gebauten Instrumenten hat er die Äcker seines Vaters vermessen und nächtelang studierte er mathematische Lehrbücher und Landkarten. Da er nie ein Gymnasium besucht hatte, begann er 1796 mit Privatstudien von Sprachen und Mathematik in Ansbach. 1797 kam der damals preußische Staatsbürger nach Berlin, wo er beim Astronomen Johann Elert Bode an der Berliner Sternwarte als Geometer angestellt war, und betrieb dort astronomische und geodätische Studien. 1804–1806 leitete er die Vermessung des Fürstentums Ansbach. 1808 wurde er von Joseph von Utzschneider nach München geholt und als Trigonometer der neu gegründeten Steuervermessungs-Kommission eingestellt. Für seine Verdienste an den theoretischen Grundlagen für die bayerische Landesvermessung wurde ihm später der persönliche Adelstitel verliehen.

In Feuchtwangen ist die Johann-Georg-von-Soldner-Realschule Feuchtwangen nach ihm benannt. In München erinnert seit 1962 ein Denkmal an Soldner. Das Bayerische Staatsministerium der Finanzen verleiht für Verdienste um das Vermessungswesen seit 2003 eine Soldner-Medaille.

Weitere Informationen auf WIKIPEDIA

Ähnliche Einträge

Stadtwerke Ansbach
Anzeige
Stadtwerke Ansbach
Anzeige
Stadtwerke Ansbach
Anzeige