Ansbach Plus | 11. Dezember 2016 AN + | 11.12.2016

Johann Cicero von Brandenburg

Johann Cicero von Brandenburg

Johann Cicero von Brandenburg

Johann Cicero von Brandenburg (* 2. August 1455 in Ansbach; † 9. Januar 1499 in Arneburg, Altmark) war der älteste Sohn des brandenburgischen Kurfürsten Albrecht Achilles aus dessen erster Ehe mit Margarete von Baden (1431–1457). Er war vierter Kurfürst von Brandenburg aus dem Haus Hohenzollern.

Johann Cicero hielt sich bis zu seinem 12. Lebensjahr auf den fränkischen Besitzungen der Familie auf, nahm 1468 am Krieg gegen Pommern teil und begleitete seinen Onkel zu Verhandlungen mit König Matthias von Ungarn.

Er heiratete am 25. August 1476 in Berlin Margarete, Tochter des Herzogs Wilhelm III. von Sachsen und trat nach dem Tod seines Vaters 1486 die Nachfolge als Kurfürst von Brandenburg an, die fränkischen Besitzungen waren von Albrecht Achilles durch Hausgesetz Johanns jüngeren Brüdern zugesichert worden. Die Nachfolge des Vaters als Ansbacher Markgraf trat daher sein Sohn Friedrich II. an.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass Johann Cicero 1488 die Biersteuer einführte und damit einen Präzedenzfall für das Prinzip der indirekten Besteuerung schuf. Nicht verschwiegen werden soll seine Beteiligung 1492 am Sternberger Hostienschänderprozess, in dessen Ergebnis 27 Juden auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden waren und alle übrigen Mecklenburg verlassen mussten.

1499 starb Johann Cicero, der an Fettleibigkeit litt, an der Brustwassersucht, die zur Erbkrankheit der Hohenzollern werden sollte, auf der Burg von Arneburg. Er wurde im Kloster Lehnin bestattet. Auf Veranlassung seines Enkels Joachim II. wurden seine sterblichen Überreste gemeinsam mit dem von dem Bildhauer Hans Vischer geschaffenen Epitaph in den Berliner Dom überführt. In Berlin wurde ihm zudem mit einer Statue in der Siegesallee gedacht.

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