Ansbach Plus | 03. Dezember 2016 AN + | 03.12.2016

Ilse Michelsohn

Ilse Michelsohn mit ihrer kleinen Nichte Lotte

Ilse Michelsohn mit ihrer kleinen Nichte Lotte

Ilse Michelsohn (*24. Juli 1929 in Ansbach; †7. Juli 1944 im KZ Auschwitz) war die Tochter des gebürtigen Ansbachers Karl Michelsohn und der Holländerin Mathilde Michelsohn-Bein (1905-1944).

Die Familie lebte in Ansbach im eigenen Haus in der Feuchtwanger Straße 105. Ilses Vater Karl wurde in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 im Ansbacher Landgerichtsgefängnis in „Schutzhaft“ genommen und noch in derselben Nacht gezwungen, sein Haus an Albert Baumann zu verkaufen.

Während der Vater im Anschluss an die Haft von der Gestapo nach Nürnberg überführt und dort mehrere Wochen lang festgehalten wurde, zog die Familie nach München. Von dort flüchtete man dann nach Hardenberg in Holland, wo Verwandtschaft lebte. Doch die Emigration bot keinen Schutz und so wurde Ilse gemeinsam mit ihren Eltern zunächst im Lager Westerbork interniert, danach am 18. Januar 1844 nach Theresienstadt und schließlich am 16. Mai 1944 nach Auschwitz deportiert. Hier kam Ilse wenige Wochen später zu Tode.

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