Ansbach Plus | 09. Dezember 2016 AN + | 09.12.2016

Heinrich von Mosch

Heinrich von Mosch

Heinrich von Mosch

Martin Georg Erich Heinrich von Mosch (* 31. Oktober 1930 in Lübben; †20. Oktober 2014) war langjähriger Regierungspräsident von Mittelfranken. Seine Verdienste und Leistungen auf historischem Gebiet wurden 1994 mit der Verleihung des Dr. phil. h. c. durch die Friedrich- Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg gewürdigt.

Mosch entstammt dem Adelsgeschlecht Mosch und wurde als Sohn des Landesbestallten der Niederlausitz Erich Rudolf von Mosch (* 4. November 1879 in Berlin; † 26. April 1945 in Lübben) und dessen Frau Margarethe geb. von Mihlendorff Freiin von Manteuffel (* 22. April 1887 in Münster in Westfalen) geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog seine Familie nach Bayern. Er besuchte das Gymnasium in Traunstein und studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München Rechts- und Staatswissenschaften. 1958 begann er seine berufliche Laufbahn im bayerischen Verwaltungsdienst. Zuerst war er bei den Landratsämtern in Mühldorf am Inn und Dachau tätig. Danach wechselte er nach München in das Bayerische Staatsministerium des Innern, wo er zehn Jahre lang für die Pressearbeit und die Zusammenarbeit des Ministeriums mit dem Bayerischen Landtag verantwortlich war. Von 1973 bis 1975 war er hinter Adam Deinlein Regierungsvizepräsident von Oberbayern und mittelfränkischer Regierungspräsident vom 1. Februar 1975 bis 31. Oktober 1995. Mit über 20 Jahren Amtsausübung war er dienstältester Regierungspräsident Mittelfrankens seit 1808.

In seiner über 20-jährigen Amtszeit hat sich Mosch hervorragende Verdienste um Mittelfranken erworben. Engagiert und erfolgreich hat er sich immer wieder um einen Ausgleich des Strukturgefälles innerhalb des Regierungsbezirks zwischen Westmittelfranken und der Industrieregion bemüht und sich vor allem für die wirtschaftliche Entwicklung und Strukturverbesserungen im ländlichen Raum eingesetzt. Er hat sich insbesondere auch um die Schaffung des Fränkischen Seenlandes gekümmert. In der Industrieregion waren ihm der Ausbau von Forschungseinrichtungen und die Schaffung eines übergreifenden Verkehrsverbundes wichtige Anliegen. Mit Gründung des vgn war er Vorsitzender des Grundvertragsausschusses. Sein Wirken wurde mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt.

Darüber hinaus galt sein besonderes Interesse Kunst und Kultur, denen er sich in zahlreichen Ehrenämtern widmete. Er war u. a. Präsident der Internationalen Orgelwoche Nürnberg, Stellv. Vorsitzender der Freunde der Bachwoche Ansbach, Akademieleiter der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Nürnberg und von Amtswegen als Regierungspräsident 1. Vorsitzender des Historischen Vereins für Mittelfranken. Als solcher gab er 1984  Die Memoiren des Karl Heinrich Ritters von Lang neu heraus.

Mosch war seit 1963 verheiratet mit Marion Gräfin von Walderdorff. Er verbrachte seinen Ruhestand in Rottach-Egern, wo er auch beerdigt liegt.

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