Ansbach Plus | 06. Dezember 2016 AN + | 06.12.2016

Heinrich Hencky

Heinrich Hencky

Heinrich Hencky

Heinrich Hencky (* 2. November 1885 in Ansbach; † 6. Juli 1951) war ein deutscher Ingenieur. Er gilt als Pionier der Kontinuumsmechanik und Rheologie, speziell der Plastizitätstheorie.

Henckys Vater starb früh und so zog er gemeinsam mit seiner Mutter und seinen Geschwistern in die Landeshauptstadt München. Dort diente er 1909 im 3. Pionierregiment, um dann 1912-1913 an der Technischen Hochschule in Darmstadt zu studieren wo er auch mit einer numerischen Arbeit zur Theorie elastischer Platten promovierte wurde. 1913 ging zu einer Eisenbahngesellschaft nach Charkow (Ukraine) und wurde nach Beginn des Ersten Weltkrieges von den Russen als feindlicher Ausländer in einem Lager im Ural interniert. In der Internierung heiratete er 1918 eine Russin.

Nach Ende des 1. Weltkrieges wird Hencky aus der Gefangenschaft entlassen woraufhin er nach München gehrt. Er wird Testingenieur für Seeflugzeuge in Warnemünde geschickt. Im Zuge der Demobilisierung komtm es zum Ende der Betätigung und er wird 1919 Privatdozent in Darmstadt. An der Technischen Universität Dresden habilitierte er sich schließlich mit seiner bekannten Habilitationsschrift über die Stabilität elastischer Platten. Da er sich erfolglos um eine feste Professorenstelle bemüht hatte folgt 1922 eine kurze Phase als Lektor an der Technischen Universität Delft, wo er seine berühmteste Arbeit Über einige statisch bestimmte Fälle des Gleichgewichts in plastischen Körpern veröffentlichte und bis 1929 blieb.

Es folgte 1930 bis 1936 ein Gastspiel in den USA als Associate Professor für Mechanik am Massachusetts Institute of Technology (MIT), das er aufgeben muss, nachdem 1932 sein dortiger Förderer, Präsident Stratton, verstarb. Anschließend ist er als Berater tätig und lässt sich 1935 kurzzeitig auf einer Farm in New Hampshire nieder.

1936 kam Hencky auf Empfehlung von Boris Galjorkin wieder in die Sowjetunion. Er kam an das Chemische Institut nach Charkow und dann an die Moskauer Universität an das Institut von Iljuschin. 1938 wurde er ins Großdeutsche Reich ausgewiesen. Die Nazis trauten Hencky wegen seiner vielen Auslandsaufenthalte nicht. Mit Unterstützung seines Bruders Karl, der bei der IG-Farben in Leverkusen beschäftigt war, konnte Hencky jedoch bei MAN in der Nähe von Mainz unterkommen und blieb dort bis zu seinem Lebensende.

Am 6. Juli 1951 starb Hencky beim Bergsteigen.

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