Ansbach Plus | 09. Dezember 2016 AN + | 09.12.2016

Hans Röttenbacher

Hans Röttenbacher

Hans Röttenbacher

Hans Adolf Röttenbacher (*22. Februar 1915 in Ansbach; †2. September 1953 in München) war ein Pianist, Komponist und Musikpädagoge. Er war verheiratet mit Thekla Weißenberg.

Nach dem Abitur am Carolinum studierte Röttenbacher von 1935-1939 Musikwissenschaft in Erlangen und besuchte von 1937-40 Klavierkurse bei August Schmid-Lindner in München und von 1938-40 Kompositions-Kurse am Münchner Trapp-Konservatorium bei Roderich von Mojsisovics. An diesem Konservatorium war er auch kurzzeitig ab 1941 als Lehrer angestellt, bevor er zur Wehrmacht eingezogen und erst 1946 aus russischer Gefangenschaft entlassen wurde.

Nach seiner Rückkehr komponierte und musizierte der Künstler und versuchte sich eine Existenz aufzubauen. Er scheiterte immer wieder an seiner durch den Krieg angeschlagenen Gesundheit. Kurz vor seinem Tod legte der Komponist ein Prospekt mit seinem Repertoire von diversen Klavierprogrammen und Klaviersonaten vor. Es hätte sein Durchbruch sein können.

Rückseite des restaurierten Grabsteines mit einem Gedicht Röttenbachers Foto: Alexander Biernoth

Rückseite des restaurierten Grabsteines mit einem Gedicht Röttenbachers
Foto: Alexander Biernoth

Röttenbacher liegt auf dem Ansbacher Stadtfriedhof begraben. Seine Witwe Thekla und der Musikalienhändler Erwin Fricke veranlassten Anfang der 1980er Jahre die Aufstellung eines markanten Grabsteines mit stilisierter Stimmgabel, welcher 2012 auf Initiative von Max Alfred Meyer und von der BAP finanziert, schließlich restauriert und an alter Stelle neu aufgestellt werden konnte.

Der musikalische Nachlass inkl. Noten der eigenen Kompositionen, u.a. Kammermusikwerke und Liedzyklen, befindet sich im Ansbacher Stadtarchiv. Zu seinen Ehren gibt es in Ansbach seit 1958 die Röttenbacherstraße im sogenannten Komponistenviertel.

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