Ansbach Plus | 17. Januar 2017 AN + | 17.01.2017

Georg Simon Winter von Adlersflügel

Georg Simon Winter von Adlersflügel (1878)

Georg Simon Winter von Adlersflügel (1878)

Georg Simon Winter von Adlersflügel (getauft 12. Januar 1629 in Ansbach; † 22. Dezember 1701 in Quedlinburg) war ein deutscher Reitmeister, Pferdearzt und Autor.

Er war eines der 13 Kinder des markgräflichen Bereiters Johann Winter. Nach einem Dienst im schwedischen und spanischen Heer erhielt er in den Jahren 1655 bis 1656 eine Ausbildung beim Heidelberger Reit- und Stallmeister Aurelius Sebastianus Frobenius.

Im Jahre 1656 schloss er die Ehe mit Anna Maria Loedel. 1661 kehrte er aus der Kurpfalz nach Ansbach zurück und trat die Nachfolge seines Vaters als Bereiter an. 1672 folgte Winter, der zuletzt Oberbereiter und Stutenmeister am Hofe der Markgrafen Albrecht und Johann Friedrich von Brandenburg-Ansbach gewesen war, einem Ruf Eberhards III. von Württemberg als herzoglicher Stutenmeister. Die Aufsicht über das Haupt- und Landgestüt Marbach, die Fohlenstationen Urach und Grafenau sowie das Offenhausener Eselsgestüt legte er kurz vor dem Tode des Herzogs wieder nieder, weil die guten Zeiten der württembergischen Pferdezucht vorüber waren.

Fortan widmete sich Winter verstärkt der Publikation von Schriften zur Pferdeheilkunst und -zucht. Am 9. August 1681 erhob ihn Kaiser Leopold I., der dem Hippiatriker, wohl auch wegen dessen persönlicher Widmung mehrerer seiner Werke sehr zugetan war, in den Adelsstand.

Um 1690 befand sich Winter von Adlersflügel als Stallmeister in brandenburgischen Diensten, bevor er an den dänischen Hof wechselte. Unter König Christian V. übernahm Winter dann die Stelle des Rittmeisters an der Hofreitschule Christiansborg, wo er sich erfolgreich der Ausbildung der berühmten dänischen Knabstrupper widmete. 1697 trat Winter die Stallmeisterstelle in Gröningen an. Im brandenburgischen ehemaligen Bistum Halberstadt lebte er dann auch bis zu seinem Tode.

Die Schriften Winters von Adlersflügel wurden nach seinem Tode noch mehrfach aufgelegt und galten im 18. Jahrhundert als Standardwerke der Hippiatrik.

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