Ansbach Plus | 11. Dezember 2016 AN + | 11.12.2016

Georg Schäfer

Töchtern von Schäfer: links Johanna Ilgenfritz und rechts Dr. Gisela Groeneveld (1927-2014) Foto: Alexander Biernoth (2008)

Töchter von Schäfer: links Johanna
Ilgenfritz und rechts Dr. Gisela Groeneveld (1927-2014)
Foto: Alexander Biernoth (2008)

Georg Schäfer (*1883 in Gießen; † April 1961 in Bonn ) war ein Maler und 1949 Mitbegründer der Ansbacher Künstlergruppe Die Barke.

Schäfer absolvierte nach dem Gymnasium in Gießen zunächst eine dreijährige Lehre als Theatermaler, bevor er an den Kunstakademien von Düsseldorf, München und Weimar studierte. Seine Prüfung als akademischer Zeichenlehrer legte er während eines halbjährigen Urlaubs zur Zeit des 1. Weltkrieges ab, in dem er als freiwilliger Soldat diente.

Nach dem Krieg fand Schäfer eine Anstellung am Gymnasium in Guben/Niederlausitz und stieg hier bis zum Studienrat (1929) auf. 1926 heiratete er die Ratzdorfer Pfarrerstochter Johanna Besig und gründete eine Familie.

Zwischen den Weltkriegen stelle Schäfer seine Aquarelle in Berliner Kunstausstellungen ebenso wie seit 1942 jährlich im Münchner „Haus der Kunst“ aus.

Während der letzten Kriegswirren flüchtete Schäfer mit Frau uns seinen beiden Töchtern nach Ansbach. Hier sicherte er durch seine Malerei den Lebensunterhalt. Er lebte hier, wo ein Großteil seiner Werke entstand, u.a. ein Zyklus über die von den den Bombenangriffen zerstörten Häuser und Straßenzüge, bis zu seinem Tod. Schäfer wurde, wie auch seine Ehefrau 30 Jahre danach, auf dem Bonner Nordfriedhof beigesetzt.

Im Oktober bis November 2008 widmete ihm das Markgrafenmuseum eine Sonderausstellung. Im Rahmen dessen übergaben seine beiden Töchter, voran Johanna Ilgenfritz, dem Museum 26 Kunstwerke aus dem Papier aus dem Nachlass ihres Vaters. Hier wurden auch Arbeiten der Keramikerin Hilde Hermann ausgestellt, mit der Schäfer in intensivem künstlerischem Austausch stand.

Georg Schäfer hat hauptsächlich Pastelle gemalt. Später hat er dann die in der Natur gezeichneten Pastelle zu Aquarellen weiterverarbeitet. Es existieren aber auch Werke in Öl und Öl-Skizzen. Manche Motive der nun im Museums-Besitz befindlichen Werke seien nicht mehr genau zu lokalisieren, einige, wie das Dombachtal, sind vielen Ansbachern aber wohl vertraut. 

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