Ansbach Plus | 04. Dezember 2016 AN + | 04.12.2016

Georg Leidinger

Georg Leidinger

Georg Leidinger

Georg Leidinger (* 30. Dezember 1870 in Ansbach; † 9. März 1945 in Marquartstein) war ein deutscher Historiker und Bibliothekar. Er war u.a. Vorstand der Kommission für Bayerische Landesgeschichte und stellv. Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek.

Leidinger studierte Rechtswissenschaften und Geschichte an der Universität München und wurde dort promoviert mit einer Arbeit über den spätmittelalterlichen bayerischen Chronisten Veit Arnpeck. 1893 trat er in die heutige Bayerische Staatsbibliothek ein und wurde zehn Jahre später Leiter der Handschriftenabteilung. Hier machte er sich um die systematische Erweiterung der Handbibliothek und das Ausstellungswesen verdient, kalkulierte sinnvoll die vorhandenen Finanzmittel und war aufgeschlossen für die neuen technischen Möglichkeiten der Photographie. Leidinger forschte auf dem Gebiet mittelalterlicher, vor allem bayer. Geschichtsquellen und widmete sich der Herausgabe ebensolcher Werke.

Nach dem 1. Weltkrieg war Leidinger verantwortlich für den erfolgreichen Neuaufbau der 1914 durch Brand zerstörten Handschriftenabteilung der Universität Löwen, dies gemäß den Bestimmungen des Versailler Vertrages. 1922 wurde er Honorarprofessor für Bibliothekswissenschaften an der Universität München und im selben Jahr auch stellvertretender Generaldirektor an der Bayerischen Staatsbibliothek. Der erhoffte Aufstieg zum Generaldirektor blieb ihm jedoch verwehrt.

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