Ansbach Plus | 04. Dezember 2016 AN + | 04.12.2016

Gabriele von Wartensleben

aus: Jahresbericht des Vereines für Erweiterte Frauenbildung. 12. Jg., 1899/1900

aus: Jahresbericht des Vereines für Erweiterte Frauenbildung. 12. Jg., 1899/1900

Gabriele Gräfin von Wartensleben (* 24. April 1870 in Ansbach (Bayern); † 12. August 1953 in Basel), Klassische Philologin, Psychologin und Lehrerin, war die Tochter des Anthropologen und Ethnographen Ferdinand Leopold Freiherr von Andrian-Werburg und dessen Gattin Cäcilie Meyerbeer (Tochter des Komponisten Giacomo Meyerbeer). Sie gilt als eine der Pionierinnen der Gestaltpsychologie.

Wartensleben heiratete am 27. Mai 1890 den königlich preußischen Regierungsrat Dr. Konrad Ulrich Alexander Graf von Wartensleben, mit dem sie den 1891 geborenen Sohn Wilhelm hatte. Bereits 1895 wurde die Ehe allerdings in Berlin wieder geschieden. Im gleichen Jahr legte Gabriele von Wartensleben in Zürich die Matura ab und studierte anschließend an der Universität Zürich, an der Universität Leipzig und an der Universität Heidelberg die Fächer Klassische Philologie und Klassische Archäologie. Ihre Dissertation zum Thema „Begriff der griechischen Chreia und Beiträge zur Geschichte ihrer Form“ reichte sie, ohne jemals dort studiert zu haben, an der Universität Wien ein, wo sie damit am 3. Mai 1900 als erste weibliche Doktorandin zum Dr. phil. promovierte.

Von 1900 bis 1925 lebte Gabriele von Wartensleben mit kurzen Unterbrechungen in Frankfurt am Main, wo sie am Gymnasium Elisabethenschule unterrichtete und selbst am Psychologischen Institut der Universität Frankfurt Lehrveranstaltungen besuchte. Nach einigen Jahren in München übersiedelte Gabriele von Wartensleben 1933 nach Basel, wo sie bis zu ihrem Tod am 12. August 1953 als Lehrerin und Autorin tätig war. Sie ist in Schaan (Liechtenstein) begraben.

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