Ansbach Plus | 06. Dezember 2016 AN + | 06.12.2016

Curt Loeffelholz von Colberg

Curt Loeffelholz von Colberg (1938)

Curt Loeffelholz von Colberg (1938)

Curt Freiherr Loeffelholz von Colberg (* 27. September 1874 in Ansbach; † 1. April 1945 in Marquartstein) war ein deutscher Politiker (NSDAP).

Nach dem Besuch der Volksschule, von humanistischen Gymnasien in Ansbach und Schwäbisch Hall sowie des Luitpold-Gymnasiums in München trat Colberg in die Bayerische Armee ein und besuchte hier die Kriegsschule. 1906 wurde er zum Oberleutnant befördert und im selben Jahr an die Preußische Kriegsakademie in Berlin geschickt, wo er bis 1909 ausgebildet wurde.

Am Ersten Weltkrieg nahm Colberg zunächst als Kompanieführer teil. Später wurde er als Ordonnanzoffizier beim Kreischef Dinant, als Offizier beim stellvertretenden Großen Generalstab in Berlin und in der Folge als Bataillonskommandeur in der 84., 76. und 31. Reserve-Infanterie-Brigade eingesetzt. In dieser Eigenschaft wurde er im Oktober 1917 vor Arras schwer verwundet. Nach seiner Genesung war er bis zum Kriegsende Adjutant des Generalkommandos des IX. Reserve-Korps. Am 18. Dezember 1918 nahm er im Rang eines Majors seinen Abschied aus der Armee. Für seinen Einsatz wurde er u.a. mit dem Eisernen Kreuz beider Klassen ausgezeichnet.

1919 schloss Colberg sich der Völkischen Bewegung an. Während des Hitler-Putsches hielt er sich eigenen Angaben zufolge in Niederbayern bereit, um sich nach dem erwarteten Ausgreifen des Putsches über Bayern hinaus diesem anzuschließen. Von 1924 bis 1927 gehörte er dem Ordensrat der Deutschen Ehrenlegion an.

1924 schloss Colberg sich der Nationalsozialistischen Freiheitsbewegung in Bayern an. Nach der Neugründung der regulären NSDAP 1925 trat er auch dieser bei. In den folgenden Jahren engagierte er sich als Redner der Partei in öffentlichen Versammlungen. Hinzu kamen Beiträge als Autor für nationalsozialistische Zeitungen wie dem Völkischen Beobachter, dem Heimatland und dem Arminius.

In den Jahren 1929 bis 1930 war Colberg, der von 1927 bis 1933 an der Universität München Medizin studierte, 1. Vorsitzender des Reichsverbandes Akademischer Kriegsteilnehmer. Außerdem saß er im Vorstand der Großdeutschen Studentenschaft (Langemarck-Verband).

Am 1. April 1933 wurde Colberg zum Führer im Arbeitsdienst ernannt. Am 1. November 1933 folgte seine Ernennung zum Chef des Personalamtes der Reichsleitung des Arbeitsdienstes im Reichsarbeitsministerium. 1935 wurde er als Reichsarbeitsdienst-Direktor in den Reichsarbeitsdienst überführt und noch im selben Jahr zum Generalarbeitsführer ernannt. Am 1. April 1937 wurde er schließlich zum Inspekteur für das gesamte Personalwesen des Reichsarbeitsdienstes ernannt. Im Rang eines Obergeneralarbeitsführers schied Colberg am 30. November 1939 altersbedingt aus dem Reichsarbeitsdienst aus.

Colberg trat am 19. November 1938 im Nachrückverfahren für den Abgeordneten Franz Stöhr als Abgeordneter in den nationalsozialistischen Reichstag ein, dem er bis zu seinem Tod 1945 als Vertreter des Wahlkreises 11 (Merseburg) angehörte. Zudem wurde er Mitte Januar 1940 in die Kanzlei des Führers berufen und war ab Anfang April 1940 Mitglied beim Volksgerichtshof.

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