Ansbach Plus | 09. Dezember 2016 AN + | 09.12.2016

Brandenburgh House

Brandenburgh House mit Theater

Brandenburgh House mit Theater

Das sogenannte Brandenburgh House war ein Londoner Exil-Sitz des letzten Ansbacher Markgrafen Alexander und seiner Gattin Elizabeth Craven. Es befand sich bis zu seinem Abriss im Jahr 1822 im Stadtteil Fulham.

Nachdem Markgraf Alexander sein Fürstentum an Preußen veräußert hatte, ging er nach dem Tod seiner Frau Friederike Caroline und der unmittelbar im Anschluss geschlossenen Heirat nach England.

Als erster Herrensitz diente ihm in London das 1792 erworbene Gebäude, das in der Folge den Namen Brandenburgh House trug. Das Markgrafenpaar veranlasste umfangreiche Veränderungen. Am auffälligsten war die Errichtung eines gotisch anmutenden Theaters am Themse-Ufer, in welchem sich Craven in der

Hauptgebäude

Hauptgebäude

Darstellung ihrer selbst fabrizierten und inszenierten Stücke präsentierte.

Als letzten Ruhesitz wählte der Markgraf jedoch Schloss Speen, wo er schließlich auch 1806 starb. Seine Witwe zog es 1819 nach Italien, wo sie auch begraben liegt.

Das Brandenburgh House übereignete Elizabeth Craven ihrem Sohn Keppler Craven, der wiederum das Haus 1820 der von König Georg IV. geschassten, beim Volk aber sehr beliebten britischen Königin Caroline als Wohnhaus zur Verfügung überließ. Nach ihrem Tod wurde das Gebäude 1822 abgerissen, das Interieur zu Teilen bei Auktionen veräußert.

Am 6. Juni 1820 kehrte die Königin unter großem Jubel nach England ins Brandenburgh House zurück

Am 6. Juni 1820 kehrte die Königin unter großem Jubel nach England ins Brandenburgh House zurück

Weitere Informationen: PDF zur Geschichte (engl.)

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