Ansbach Plus | 03. Dezember 2016 AN + | 03.12.2016

Benjamin Neukirch

Benhamin Neukrich (um 1730)

Benhamin Neukrich (um 1730)

Benjamin Neukirch (* 27. März 1665 in Rydzyna in Schlesien; † 15. August 1729 in Ansbach) war ein Dichter und für die Entwicklung des deutschen galanten Stils bahnbrechender Herausgeber.

Neukirch besuchte zunächst die Schule im nahen Bojanova, wo sein Vater als Notar arbeitete, die weitere Ausbildung erfuhr er aber in Breslau und dann auf dem Gymnasium in Thorn. 1684 immatrikulierte er sich an der Viadrina in Frankfurt (Oder). Seine erste berufliche Position ab 1687 als Advokat in Breslau gab er bald auf. Er finanzierte sich stattdessen, nach Frankfurt (Oder) zurückgekehrt, ab 1691 mit Seminaren, die er über Poesie und Rhetorik anbot (vergleiche die Lebensläufe Bohses und Hunolds). 1693 zog er wegen zunehmender finanzieller Probleme nach Halle um, 1694 wurde er Hofmeister und mit einem Umzug nach Berlin 1696 Informator eines Haugwitz aus Dresden.

Mit seinen Gedichten erlangte er die Aufnahme in die Akademie, und von 1703 bis zum Tod Friedrichs I. 1713 eine Professur an der Ritterakademie. Seine wirtschaftlichen Verhältnisse besserten sich erst 1718 mit dem Ruf nach Ansbach, wo er bis 1729 als Prinzenerzieher des späteren Markgraf Carl Wilhelm Friedrich und als Hofrat Anstellung fand.

Bekannt wurde Benjamin Neukirch vor allem in neuerer Zeit als der Herausgeber der sogenannten „Neukirch’schen Sammlung“ – der in mehreren Bänden erschienenen Gedichtanthologie Herrn von Hoffmannswaldau und andrer Deutschen auserlesene und bißher ungedruckte Gedichte (1697). In Ansbach veröffentlichte er 1727-39 Die Begebenheiten des Prinzen von Ithaca aus dem Französischen von Fénelon in 3 Teilen.

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