Ansbach Plus | 09. Dezember 2016 AN + | 09.12.2016

Alfons Hayduk

Alfons Hayduk

Alfons Hayduk

Alfons Hayduk (* 18. November 1900 in Oppeln; † 15. Juli 1972 in Erlangen) war ein deutscher Lehrer und Autor. Er war in seinen letzten Lebensjahren Leiter des Schlesischen Kulturwerks und Schriftleiter der Zeitschrift Schlesien. Er ist der Vater von Ingo Hayduk.

Hayduk studierte Literatur, Philosophie und Volkswirtschaft an der Universität Breslau und machte zudem noch eine Ausbildung zum Feuilleton-Redakteur und Dramaturg. Er verdiente seinen Lebensunterhalt als Lehrer, war jedoch schon in jungen Jahren schriftstellerisch tätig.

Seine ersten Gedichtbände (Das heilige Antlitz; Der königliche Bettler) erschienen in den 1920er Jahren, ebenso Märchenspiele und Volksstücke. 1927 wurde sein erster Roman, Die Branntweinbrüder, veröffentlicht. Hayduk befasste sich intensiv mit Eichendorffs Leben und Werk. Hierfür ehrte man ihn 1931 durch die Verleihung der Eichendorff-Plakette der Eichendorff-Stiftung.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde Hayduk 1942 Landesleiter der Reichsschrifttumskammer im Gau Oberschlesien. Nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges und der Besetzung Polens 1939 schrieb er mehr als 50 Beiträge für das Organ des Generalgouvernements, die Krakauer Zeitung.

Nach dem 2. Weltkrieg und der Flucht aus dem Osten wurde Hayduk Oberlehrer in Ansbach, wo er über seine Pensionierung hinaus schriftstellerisch aktiv blieb. Alfons Hayduk starb 1972 unerwartet nach einer schweren Operation und liegt auf dem Waldfriedhof in Ansbach begraben.

Werke u.a. als Herausgeber (Auswahl)

  • Schlesische Miniaturen :Volkserzählgut im Landschaftsbilde.- Würzburg: Holzner, 1960.
  • Schlesische Studien: Karl Schodrok zum 80. Geburtstag/hrsg. von Alfons Hayduk.- München: Delp 1970. 
  • Grosse Schlesier: Geistestaten, Lebensfahrten, Abenteuer / Hrsg. von Alfons Hayduk .- München: Aufstieg-Verl. 1957. 
  • Schriftenreihe Silesia
  • Hausbuchs des schlesischen Humors
  • Schlesischer Kulturspiegel
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