Ansbach Plus | 11. Dezember 2016 AN + | 11.12.2016

Albrecht von Eyb

Albrecht von Eyb auf einem Holzschnitt 1521

Albrecht von Eyb auf einem Holzschnitt 1521

Albrecht von Eyb (* 24. August 1420 auf Schloss Sommersdorf bei Ansbach, heute zu Burgoberbach; † 24. Juli 1475 in Eichstätt) war ein Jurist und frühhumanistischer deutscher Schriftsteller und Übersetzer.

Albrecht von Eyb studierte Theologie und Jura in Erfurt und war ab 1444 Domherr in Eichstätt, ab 1452 in Bamberg und ab 1462 in Würzburg. Allerdings hielt er sich in dieser Zeit vor allem in Italien auf, unter anderem in Bologna, Padua und in Pavia, wo er am 7. Februar 1459 zum Doktor beider Rechte promoviert wurde. In Italien wurde er von der Kultur der Renaissance und vom Humanismus beeinflusst und erhielt er 1459 auch den Titel eines Kammerherrn von Papst Pius II. Erst ab Herbst 1459 lebte er wieder dauerhaft in Deutschland, zunächst in Eichstätt unter Johann III. von Eych, dann nach längeren Auseinandersetzungen über die 1462 erlangte Würzburger Pfründe, in Würzburg und während der letzten Lebensjahre wieder in Eichstätt und Bamberg.

Bedeutend waren seine Übersetzungen von Novellen des Giovanni Boccaccio und von Komödien des antiken Lustspieldichters Plautus. Ab 1472 erschienen im Druck unter dem Titel „Margarita poetica“ ein vermutlich noch 1459 in Italien abgeschlossenes Florilegium aus antiken und Renaissance-Schriften sowie sein mehrfach aufgelegtes „Ehebüchlein: Ob einem manne sey zunemen ein eelichs weyb oder nicht.“. Letzteres führte zu kontroversen Diskussionen unter den Gelehrten über die Misogamie.

In Burgoberbach, 3 km von seinem Geburtsort entfernt, ist die Grundschule nach ihm benannt.

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