Ansbach Plus | 06. Dezember 2016 AN + | 06.12.2016

Abdias Trew

Abdias Trew

Abdias Trew

Abdias Trew (auch: Treu; * 29. Juli 1597 in Ansbach; † 12. April 1669 in Altdorf bei Nürnberg) war ein deutscher evangelischer Theologe, Mathematiker, Astronom und Astrologe.

Trew wurde geboren als Sohn des Michael Trew (1563–1620) und seiner Frau Ottilia, der Tochter des Magnus Gallus (1534–1575), mit denen er in jungen Jahren nach Heilsbronn zog. Dort war sein Vater Rektor des Gymnasiums geworden und war sehr auf die Ausbildung seiner Kinder bedacht.

Nach der Ausbildung in Heilsbronn an Stadtschule und Gymnasium begann er ein universales Studium in Wittenberg und erlangte 1621 den akademischen Grad eines Magisters.

Trew verfolgte anschließend eine theologische Laufbahn und wurde, nachdem er zuvor in Markt Erlach als Vikar und Diakon tätig war, 1625 Rektor der Lateinschule Ansbach (Carolinum). 1936 wurde er an der Universität in Altdorf Professor Mathematik, ab 1650 hatte er zusätzlich einen Lehrauftrag über physikalische Naturphilosophie inne.

Trew war mehrfach Rektor der Altdorfer Hochschule und Dekan der philosophischen Fakultät. 1657 initiierte er die Einrichtung eines Observatoriums auf dem Nordturm der Altdorfer Stadtmauer und versuchte seine frühaufklärerischen Reformideen durchzusetzen. Seine literarische Tätigkeit war umfangreich und weitverzweigt, er verfasste viele Lehrbücher und tagesaktuelle Schriften in deutscher Prosa. Er vertrat eine reformierte Astrologie im Sinne Keplers.

Trew war zweimal verheiratet. Am 6. Mai 1623 heiratete er die Pfarrerstochter Barbara Weselius († 1634). Die zweite Ehe schloss er am 26. Januar mit Maria Ursula, der Tochter des Ansbacher Kämmers Sebastian Geyer.  Bekannte Enkel sind der Naturforscher Christoph Jacob Trew und der Komponist Daniel Gottlieb Treu.

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