Ansbach Plus | 21. August 2017 AN + | 21.08.2017

Ansbacher Mietpreise: Anstieg in den letzten 10 Jahren

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  • Am 10. August 2017

Wohnen – Symbolfoto: Pascal Höfig

Entwicklung der Mietpreise

Man kann sich den Umzug nicht leisten, die Mieten schießen immer weiter in die Höhe und sowieso findet man nirgends mehr bezahlbaren Wohnraum. Die Beschwerden über die Mietpreise sind aktueller denn je, auch nach dem in Kraft treten der Mietpreisbremse 2015. Ansbach zählt nicht zu den Städten und Gemeinden, in denen es aktuell eine Mietpreisbremse gibt, in Mittelfranken sind lediglich Nürnberg, Fürth, Erlangen und Zirndorf in der Liste vorzufinden. Aber sind wir deshalb benachteiligt? Wir haben uns mal die Entwicklung in den letzten zehn Jahren angesehen.

Um 48,5 Prozent gestiegen

Im Jahr 2007 lag der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter laut den Daten des Forschungsunternehmens empirica in einem Bericht von Zeit Online im Landkreis Ansbach bei 5,23 Euro. Bis 2017 sind die Kosten um rund 22,4 Prozent gestiegen – auf 6,40 Euro pro Quadratmeter. Bei der Stadt Ansbach ist in den vergangenen 10 Jahren sogar ein Anstieg von 48,5 Prozent zu verzeichnen – von 4,66 Euro auf 6,92 Euro im Jahr 2017.

Hier spielen natürlich die günstigen Mietpreise im Jahr 2007 eine bedeutende Rolle, einen unter den 4,66 Euro liegenden Quadratmeterpreis ist im gesamten Umland nicht vorzufinden. Auch liegt der aktuelle Preis, im Vergleich zu unseren Nachbarstädten, im unteren Bereich. Bei unseren Nachbarn in Fürth schlägt beispielsweise eine Erhöhung von 31,7 Prozent im Landkreis (von 5,77 Euro auf 7,60 Euro) und 37 Prozent für die Stadt (6,03 Euro auf 8,26 Euro) zu Buche.

Entwicklungen seit der Mietpreisbremse

In den letzten zwei Jahren, seitdem die Mietpreisbremse in Kraft trat, sind die Mieten in der Stadt Ansbach um 10,7 Prozent gestiegen, im Landkreis um 10,9 Prozent. In Fürth fand laut empirica eine Erhöhung von 6,9 Prozent in der Stadt und 8,7 Prozent im Landkreis Fürth statt. Bamberg, als weitere Stadt mit Mietpreisbremse, hatte einen Anstieg von 7,4 Prozent zu verzeichnen.

Unangemessene Erhöhungen verhindern

Nachdem die Mietpreise in den vergangenen Jahren gerade in Städten und Regionen mit angespannten Wohnungsmärkten in die Höhe schoßen, wurde im November 2013 von CDU, CSU und SPD ein Regierungspakt vorgestellt, der u.a. auf die Sicherung bezahlbarer Mieten abzielte. Ein Ergebnis: Die Mietpreisbremse, die 2015 in Kraft trat. Diese solle, laut Zeit Online, sicherstellen, dass ein Wechsel eines Mietverhältnisses nicht dazu führt, dass die Preise unangemessen erhöht werden. Deutschlandweit existiert die Mietpreisbremse aktuell in 313 Gemeinden, zunächst befristet auf fünf Jahre, so Zeit Online. Ansbach zählt nicht dazu.

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