Ansbach Plus | 20. August 2017 AN + | 20.08.2017

Pilotprojekt zur Rettungsgasse startet

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  • Am 03. August 2017

Digitale Warnhinweise in Echtzeit

Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann will Autofahrer noch stärker für das Thema „Rettungsgasse“ sensibilisieren.

Rechtzeitig zum Hauptreiseverkehr in den Sommerferien hat Herrmann heute deshalb ein Pilotprojekt im Bereich A 8 Ost zwischen dem Autobahnkreuz München-Süd und der Anschlussstelle Holzkirchen gestartet.

Symbolfoto: Pascal Höfig

Symbolfoto: Pascal Höfig

In einer Testphase sollen digitale Anzeigen in den Schilderbrücken bei entsprechenden Verkehrslagen wie stockender Verkehr und Stau auf die notwendige „Rettungsgasse“ hinweisen.

Ab sofort in Betrieb

Diese speziellen Rettungsgassenhinweise gibt es ab sofort im Bereich der A 8 Ost vom Autobahnkreuz München-Süd bis zur Anschlussstelle Holzkirchen in Fahrtrichtung Salzburg. Auch vom Parkplatz Aying bis zum Autobahnkreuz München-Süd in Fahrtrichtung München geht die Anzeige in Betrieb.

Weitere Schilderbrücken geplant

Herrmann: „Wir erwarten uns davon mehr Verkehrssicherheit. Sollte das Pilotprojekt gut laufen, planen wir, weitere Schilderbrücken auf Bayerns Autobahnen entsprechend auszurüsten.“ Die Pilotphase ist zunächst auf ein Jahr angelegt.

Symbolfoto: Polizei

Symbolfoto: Polizei

Der Vorteil der digitalen Anzeige auf den sogenannten Streckenbeeinflussungsanlagen liegt nach Herrmanns Worten darin, dass diese die tatsächliche Verkehrslage berücksichtigen.

„Sollte der Verkehr ins Stocken kommen und ist tatsächlich eine Rettungsgasse notwendig, zeigt die Anzeige im Wechselverkehrszeichen zwischen dem linken und mittleren Fahrstreifen – also genau dort wo eine Fahrgasse für Rettungsfahrzeuge zu bilden ist – den Text an“, erklärt Herrmann.

Baustein großer Aufklärungskampagne

In einer ersten Stufe erfolgt eine halbautomatische Aktivierung. Die Aktivierung übernehmen die Mitarbeiter in der Verkehrs- und Betriebszentrale Südbayern. Das Pilotprojekt wird wissenschaftlich begleitet.

Die digitale Anzeige ist nur ein Baustein einer großen Aufklärungskampagne, die Herrmann gemeinsam mit dem ADAC zum Beginn der Sommerferien gestartet hat.

Wer das richtige Bilden einer Rettungsgasse beherrscht, hilft den Einsatzkräften im Notfall, schneller an ihr Ziel zu gelangen. Grafik: ADAC Südbayern e.V./Kerstin Lunzner

Wer das richtige Bilden einer Rettungsgasse beherrscht, hilft den Einsatzkräften im Notfall, schneller an ihr Ziel zu gelangen. Grafik: ADAC Südbayern e.V./Kerstin Lunzner

Große Aufklärungskampagne

Neben einem Flyer zur Rettungsgasse, der in mehreren Sprachen aufgelegt wurde, gibt es auch eine Rettungsgassen-App für Smartphones sowie zusätzliche Banner, die an Autobahnbrücken montiert werden und auf die Rettungsgasse hinweisen.

Neuer Infoflyer zum Download ist schon seit Jahren ein Schwerpunkt des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 ‚Bayern mobil – sicher ans Ziel‘.

Mehrere Informationen finden Sie unter: www.sichermobil.bayern.de .

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr.

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