Ansbach Plus | 16. August 2017 AN + | 16.08.2017

Lernen ganz praxisnah: Studenten zu Besuch in der Kläranlage

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  • Am 20. Juli 2017

Kooperation führt zu Win-Win für Studenten und Abwasserentsorgung

Wie müsste eine Wärmepumpe konzeptioniert sein, die Wärme aus dem Abwasser nutzt und ins Wärmenetz der Zentralkläranlage Ansbach (ZKA) eingebunden ist? Mit dieser Frage haben sich die Studenten des Masterstudiengangs Energiemanagement und Energietechnik, Nils Hörle, Stephan Kirsch und Moritz Roth, intensiv beschäftigt. Und das ganz praxisnah vor Ort.

Auf gute Zusammenarbeit. Im Bild v. li.: Angel Corona Guzman (awean), die Studenten Stephan Kirsch, Nils Hörle und Moritz Roth sowie Norbert May (awean). Foto: Stadtwerke Ansbach

Für ihre Projektarbeit im letzten Wintersemester verbrachten die drei viele Stunden in der Zentralkläranlage Ansbach. Schließlich galt es, örtliche Begebenheiten zu begutachten, Recherchegespräche mit ZKA-Mitarbeitern zu führen und Umsetzungsmöglichkeiten auszuloten. „Der Praxisbezug war uns sehr wichtig, weil wir Gelerntes in der ,realen Welt‘ anwenden wollten“, erklärt Stephan Kirsch. Für Jörg Wittig, Betriebsleiter bei der Abwasserentsorgung Ansbach, bedeutete dies jedoch einiges an Zeitaufwand, denn alle Projektarbeiten, von denen es auf der ZKA bis zu zwei pro Jahr gibt, werden von ihm persönlich begleitet.

Auch die Stadtwerke profitieren von den Studenten

Ein Aufwand, der sich aber lohnt, wie Jörg Wittig betont: „Dank der Fragen der Studenten betrachten wir die Prozesse und Abläufe häufig in einem anderen, neuen Licht.“ Die Haltung „Wir machen das so, weil wir das schon immer so machen“ schließt sich somit aus. Und dann gibt es da noch den ganz konkreten Nutzen, der sich aus der einen oder anderen Projektarbeit ergibt, wie im vorliegenden Fall. „Wir haben im Nebengebäude eine Heizung, die schon etwas in die Jahre gekommen ist“, so Abwassermeister Wittig. „Wenn diese in einigen Jahren ausgetauscht werden muss, sollte ursprünglich eine Wärmepumpe angeschafft werden, die als Medium das warme Abwasser nutzt – deshalb auch das Thema der Projektarbeit.“

Die Realität ist deutlich komplexer als die Theorie

Durch die Berechnungen und Vergleiche der drei Studenten ergab sich nun aber, dass eine Wärmeleitung vom Hauptgebäude aus kostengünstiger und wartungsarm wäre. „Eine tolle Arbeit, von der auch die awean unmittelbar profitiert“, freut sich Jörg Wittig. Wenn die Heizung ihre Lebenserwartung erreicht hat und ausgetauscht werden muss, soll das Konzept von Nils Hörle, Stephan Kirsch und Moritz Roth in die Umsetzung gehen. Ein toller Erfolg für die drei Studenten, die darüber hinaus von weiteren Erkenntnissen profitieren, wie Moritz Roth berichtet: „An einigen Punkten mussten wir feststellen, dass die Realität deutlich komplexer ist als die Theorie und viele Einflussfaktoren berücksichtigt werden wollen.“ Und sein Kommilitone Nils Hörle ergänzt: „Eine weitere Erkenntnis ist, dass Absprachen und gute Kommunikation ein Projekt deutlich vereinfachen und stressfrei über die Bühne bringen lassen.“ Weisheiten also, die sich sicher auch nach dem Studium in der Arbeitswelt gewinnbringend anwenden lassen.

 

Quelle: Stadtwerke Ansbach

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