Ansbach Plus | 23. Juli 2017 AN + | 23.07.2017

Wieso wurden die Bäume in der Neustadt entfernt?

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  • Am 17. Juli 2017
So funktioniert also ANpflanzen in Ansbach? Foto: Larissa Noack

So funktioniert also ANpflanzen in Ansbach? Foto: Larissa Noack

ANpflanzen?

Nicht nur wir, sondern auch sicher einige andere haben in der letzen Zeit immer wieder die Köpfe schütteln müssen, wenn sie in der Neustadt nahe der Volks- und Raiffeisenbank unterwegs waren. Denn anstatt Ansbach mit Pflanzen, Büschen und Bäumen ergrünen zu lassen, ist hier genau das Gegenteil passiert. Doch alles auf Anfang:

Es waren einmal zwei Bäume, die ziemlich zufrieden ihr Leben in der Neustadt genossen, über die vorbei hetzenden Menschen lächelten und ihre Blätter im Wind rascheln ließen. Doch vom einen auf den anderen Tag waren die zwei verschwunden, statt Erde wurde Kies in ihre ehemaligen Beete gefüllt.

Unverständlicher Weise blieb auch dieser nicht lange und wurde durch eine recht unattraktive, schwarze Betondecke ersetzt. Damit die Beton-Beete nicht ganz so jämmerlich aussehen, versuchen seit Kurzem nun zwei große Blumenkübel ihr Glück, dem kleinen Plätzchen den Charme zurück zugeben, den die Bäumen einst verliehen hatten.

Die Frage nach dem „Warum“

Die eine Frage, die sich wohl jeder bereits gestellt hat, ist: Warum? Warum mussten die zwei Bäume den nun auf Betonquadraten stehenden Oleandern weichen? Genau deswegen haben wir nachgeforscht, um dem Rätsel um die verschwundenen Bäume auf den Grund zu gehen und die Fragezeichen in den Köpfen der Ansbacher in Luft auf zu lösen.

Bauarbeiten in der Neustadt

Da seit einigen Monaten in der Neustadt die Bauarbeiten für die Erneuerung der Vorsorgungsleitungen im Untergrund laufen, sollte die Bäume im Zuge der Neugestaltung ursprünglich am Platz nördlich des Neuen Tores umgepflanzt werden. Jedoch zeigte vor allem einer der zwei Apfeldorne starke Absterbeerscheinungen, indem er kaum und zu kleines Blattwerk bildete. Weiterhin wies er im Stammbereich Pilz-Fruchtkörper als auch Insektenlöcher auf.

Schlechte Vitalität

Auf Grund der exponierten Lage und des Zustandes wurde ein Gutachter eingeschaltet, der einen Feuerschwammpilz sowie einen Befall durch den Weidenbohrer diagnostizierte.
Der Nachbarbaum, der durch seine Schieflage bereits in das Lichtraumprofil ragte, zeigte eine bessere Vitalität. Er wies aber auch bereits Vergreisungserscheinungen und Vorschädigungen auf, sodass ihm lediglich eine Lebenserwartung von fünf bis zehn Jahren prognostiziert werden konnte, die vermutlich durch die baustellenbedingten Stressfaktoren erheblich verkürzt worden wären.

Optimale Bedingungen

Der Gutachter empfahl deswegen, die beiden Bäume zu entfernen und den Standort grundlegend zu sanieren, um für Neupflanzungen optimale Bedingungen zu bieten. Nach Beendigung der Bauarbeiten in der Neustadt sollen an gleicher Stelle drei neue Bäume gepflanzt werden.

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