Ansbach Plus | 23. Juli 2017 AN + | 23.07.2017

Handyverbot in Ansbacher Freibädern?

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  • Am 22. Juni 2017
Das Ansbacher Freibad "Aquella". Foto: ABuV

Das Ansbacher Freibad „Aquella“. Foto: ABuV

Freizeit? Freibad!

Schule aus, Arbeit aus und ab geht’s in ein nahe gelegenes Freibad oder an einen der Badeseen um Ansbach! Denn unter anderen Umständen hält man die momentanen Temperaturen, die der Sommer nach Deutschland bringt, einfach nicht mehr aus. Da kann auch das kälteste Erfrischungsgetränk, ein Ventilator oder ein Eis nicht mehr viel ausrichten. Ein Sprung vom Sprungturm ins kühle Nass ist nach einem schwitzigen, stressigen Arbeits- oder Schulalltag genau das Richtige!

Doch nicht nur deswegen ist das Thema Freibad top aktuell und in allen Mündern, denn besonders über ein Thema wird seit Kurzem heiß diskutiert!

Badeseen-Map für Ansbach

Handyverbot?

Die Gespräche drehen sich – wie so oft – um Smartphones, genauer gesagt darum, ob sie in Freibädern verboten werden sollten. Einige werden jetzt sicher stutzen und große Fragezeichen in den Augen haben. Für die Diskussionen gibt es aber einen triftigen Grund: Mit dem möglichen Verbot soll nämlich verhindert werden, dass jemand heimlich Bikini-Fotos oder Bilder von Kinder aufnimmt, ohne dass der- oder diejenige das möchte. Besonders schlimm wird es vor allem dann, wenn die aufgenommenen Fotos ungewollt im Netz landen.

Um herauszufinden, wie die Freibäder in und um Ansbach zu diesem Thema stehen und welche Regelungen dort möglicherweise bereits bestehen, haben wir bei einzelnen Schwimmbädern einmal nachgefragt.

Aquella Ansbach

„Das Smartphone ist inzwischen ein wichtiges Kommunikationsmittel, vor allem für junge Leute. Daher kommt für uns ein Verbot der Mobiltelefone nicht in Frage.“, teilt uns der Pressesprecher der Ansbacher Bäder und Verkehrs GmbH Robert Hlava mit. Da das Aquella, wie auch einige andere Standorte in Ansbach, seit der Freibadsaison 2016 mit kostenlosem WLAN ausgestattet ist, wäre es natürlich sinnlos, für das Freibad ein Handyverbot auszusprechen.

Allerdings sind in der Badeordnung, die logischerweise für alle Badegäste verpflichtend ist, einige Verhaltensregeln aufgelistet, die unter anderem dieses Thema betreffen. Beispielsweise in Paragraph 5 heißt es:“ Fotografieren und Filmen fremder Personen ist ohne deren Einwilligung rechtlich nicht gestattet.“

Fällt jemand durch sein Fotografieren auf, spricht ihn das Aufsichtspersonal des Freibads Aquella in jedem Fall an und weist auf die rechtlichen Bestimmungen hin. Sollte die Person dennoch dagegen verstoßen, wird ein Hausverbot verhängt.

Herrieden und Lichtenau

Auch im Freibad Herrieden besteht kein generelles Handyverbot. Trotzdem ist auch hier in der Hausordnung geregelt, dass es absolut verboten ist, ohne das Einverständis Fotos zu schießen. Wenn sich die Person, Familienmitglieder oder Freunde dazu bereit erklären, ist das natürlich genehmigt. Die gleiche Regel gilt dort auch für Unterwasserkameras.

Im Freibad Lichtenau steht diesbezüglich nichts in der Hausordnung, allerdings wird auch hier verstärkt darauf geschaut, dass niemand heimlich Fotos schießt oder sich jemand auffällig verhält.

Situation an Badeseen

Die Situation an den Badeseen gestaltet sich allerdings noch etwas schwieriger. Denn hier sind nicht immer ein Bademeister oder eine Aufsichtspersonen anwesend, die genau darauf ein Auge werfen. Wer hier wo und von wem Fotos schießt ist, grundsätzlich einfach schwierig zu kontrollieren.

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