Ansbach Plus | 23. August 2017 AN + | 23.08.2017

Gastbeitrag: Heroes Festival stark, Gäste schwach

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Ein Gastbeitrag von Frederik Löblein

Sido, Hafti, MoTrip und Co.

Am vergangenen Samstag fand in Geiselwind erstmals das Heroes Festival statt. Neben einigen Newcomern und dem Würzburger Local Hero Blut & Kasse (bisherige Alben u.a. Machermodus, JOOJ) standen auch namhafte deutsche Hip Hop Größen wie Haftbefehl, MoTrip und Headliner Sido im EventZentrum Strohofer auf der Bühne.

Unmut wegen indoor statt open air

Aufregung unter den Ticketkäufern gab es wenige Tage vor dem Event als die Veranstalter aufgrund einer ungünstigen Wettervorhersage das Event vom ursprünglich geplanten Freiluftgelände kurzfristig in das 200 Meter entfernte, größtenteils überdachte Festivalgelände verlegten. Diese Nachricht stieß bei einigen Festival-Gästen auf Unverständnis. Schade, weil open air schön gewesen wäre.

“Keinen Bock auf diese Bühne”

DJ Lunis aus Frankfurt eröffnete das Festival auf der Indoorbühne, gefolgt vom ersten Hip Hop Act des Tages, Würzburgs Local Hero Blut & Kasse. Da sich der Besucherandrang zu diesem frühen Zeitpunkt des Tages doch noch arg in Grenzen hielt, verließ er kurzerhand die Bühne, um direkt inmitten der  Zuschauer sein 30-minütiges Programm abzuliefern. „Ich habe heute keinen Bock auf diese Bühne, ist mir irgendwie viel zu groß. Ich komm runter zu Euch!“ Sympathisch! Die B&K Crew schien indes unzufrieden mit der frühen Lineup-Platzierung des Sido-Schützlings, der quasi vor leerer Halle auftreten musste. Da haben die anderen Gäste ganz klar was verpasst!

Blut & Kasse publikumsnah. Foto: Frederik Löblein

Blut & Kasse publikumsnah. Foto: Frederik Löblein

Auch bei den darauf folgenden Künstlern wie Bass Sultan Hengzt, Ali As, Weekend und Olexesh besserte sich der Zuschauerzuspruch nur gering. Viele der bis dato anwesenden Besucher sonnten sich, genossen Shisha und DJ Klänge vor der Halle in der coolen open air Area.

Umbau vor „Raopmantiker“

Vor dem Auftritt von Teesy wurde länger umgebaut. Teesy wurde jüngst von einem Musikkritiker als „Raopmantiker“ bezeichnet, also als Künstler, der versucht, „den Hybriden Raop um eine saftige Note R’n’B und Soul zu erweitern“. Teesy trat mit einer Liveband auf und nicht mit einem DJ, im Gegensatz zu seinen Kollegen. Teesy und die Band können was. Leider passte er irgendwie nicht ganz ins Lineup voll knallharter Rapper.

Bombastische Stimmung

Dann kam die Highlightphase. Den Auftakt hierzu machte der Offenbacher Rapper Haftbefehl mit seinem 60-minütigen Programm, gefolgt von MoTrip. Dieser begeisterte, an seiner Seite auch Lary. Sido nahm sich ganze 90 Minuten und lieferte eine mega Show. Der Berliner spielte nicht nur einen Hit nach dem anderen, sondern hatte auch noch seine eigene Festival-Bühne am Start, die von seinen flinken Helfern nach dem Ende des MoTrip-Gigs kurzerhand installiert wurde. Hits wie „Mein Block“, „Bilder im Kopf“ und „Astronaut“ brachten das Eventzentrum zum Beben.

Sido sorgte für starke Show. Foto: Frederik Löblein

Sido sorgte für starke Show. Foto: Frederik Löblein

Publikumsliebling Sido

Nach Sido leerte sich die Halle dann wieder etwas, obwohl das Programm noch bis in die frühen Morgenstunden weiter gehen sollte. Allein der Auftritt von Sido war also einigen Besuchern das Eintrittsgeld wert. Etwas undankbar waren manche dagegen für das VIP Upgrade. Entspannt Parken, mega Blick von einem extra Podest auf die Bühne, aber leider kein gratis oder vergünstigtes Essen.

Stärken und Verbesserungspotenziale

Stark:

  • umfangreiches, starkes Lineup
  • Zuverlässiger Shuttleservice
  • Tolle Stimmung, vor allem bei den Main Acts

Hier besteht noch Luft nach oben für das kommende Jahr:

  • Bei den Gästen! Vorbeikommen, Bock haben!

Fortsetzung folgt

Insgesamt kann man die Premiere des Heroes Festivals als gelungen bezeichnen. So zeigten sich auch viele Zuschauer auf der offiziellen Facebookseite des Veranstalters durchweg positiv begeistert und hatten nur wenig Anlass zur Kritik. Die Fortsetzung im nächsten Jahr ist bereits angekündigt. Hoffentlich trauen sich dann auch mehr. Das Lineup war jedenfalls schon ganz groß. Runde zwei des Events steigt dann am Samstag, den 16. Juni 2018 an gleicher Stelle beziehungsweise auf dem benachbarten Freiluftgelände.

Anmerkung der Redaktion

Gastbeiträge geben nicht automatisch die Meinung der Redaktion wieder. Sie sollen zur Debatte anregen  – so wie auch jeder gute Kommentar auf Facebook. Wir geben deshalb allen unseren Lesern die Chance, ihre Meinung bei uns zu veröffentlichen und diese diskutieren zu lassen. Wir freuen uns über Gastbeiträge zu allen Themen an: redaktion@ansbachplus.de.

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