Ansbach Plus | 23. Juli 2017 AN + | 23.07.2017

5 Dinge, die man in Ansbach nicht genug würdigt

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  • Am 22. Juni 2017
Über den Dächern Ansbachs. Foto: Larissa Noack

Über den Dächern Ansbachs. Foto: Larissa Noack

Keine Aufmerksamkeit

Wenn es darum geht, Dinge an Ansbach zu finden, die nicht passen, fehlen oder schlecht gemacht sind, werden die Stimmen ganz schnell laut. Doch wie man hier und da immer wieder raushört, ist Ansbach für seine Stadtgröße ein süßes Städtchen. Es ist nicht zu groß und nicht zu klein, kann natürlich nicht mit dem Angebot einer Großstadt mithalten, aber hat definitiv mehr zu bieten als einige andere Städte.

Wenn man genau darüber nachdenkt, lässt es sich hier schon gut aushalten! Doch mal abgesehen von der Residenz, den verzierten Häuserfassaden und dem Hofgarten, den tagtäglich mehrere Touristengruppen bestaunen, gibt es in Ansbach noch viel mehr, was definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient hätte! Wir haben mal ein wenig nachgedacht und fünf Dinge gefunden, die in unserer Stadt nicht genug gewürdigt werden. Fällt Dir noch etwas anderes ein? Dann teil es uns mit und kommentiere unter den Beitrag!

Nähe

Stau hier, Stau da. Wer in Ansbach unterwegs ist, hat sich schon längst daran gewöhnt, gefühlt stundenlang im Sauna artigen Auto darauf zu warten, dass die Ampel endlich mal Grün wird und diesmal mehr als zwei Autos durchlässt. Jaja, die ständigen Baustellen können einem schon auf den Senkel gehen. Und es dauert einfach alles so viel länger, oder?

Doch wenn man mal genau darüber nachdenkt – das Wort „lange“ ist relativ! Was für uns einer halben Weltreise gleicht, ist für beispielsweise Münchner ein Katzensprung. Fünf bis zehn Minuten bis zum nächsten Supermarkt? Zum Zahnarzt maximal zehn Minuten früher losfahren mit dem Fahrrad? Großstadtkinder würden nur darüber lachen und davon ausgehen, dass es sich um einen schlechten Scherz handelt. Klar, wer von außerhalb kommt, hat natürlich einen längeren Anfahrtsweg als jemand, dessen Häuschen relativ zentral in Ansbach gelegen ist. Aber dass alles so nah bei einander liegt, man prinzipiell alles erlaufen kann und nicht stundenlang mit U-Bahn, Bus und Straba durch die Gegend sausen muss, ist schon ziemlich angenehm!

Parkpreise

„Früher hat die Eiskugel noch 10 Pfennig gekostet, stell dir mal vor, wie teuer das geworden ist!“ Nicht nur die Eiskugel! Das Brot beim Bäcker, die Limo im Supermarkt und das Fleisch vom Metzger werden mit der Zeit immer teurer und ein Vergleich mit den Preisen von früher führt nur zu schmerzverzerrten Gesichtern.

Doch was ist in Ansbach vergleichsweise wirklich günstig? Parken! An der Promenade – also ziemlich zentral – 10 Cent für eine halbe Stunde zu zahlen ist schon wirklich mehr als fair. Außerdem hat man meistens das Glück, dass man nicht lange auf die Suche nach einem geeigneten Parkplatz gehen muss, es ist immer irgendwo einer frei. In Würzburg beispielsweise sieht das schon ganz anders aus! Hier wird schon um die kleinsten Parkplätze gestritten und gezankt, und der ist dann auch noch absolut überteuert. 50 Cent für 20 Minuten, und das nicht unbedingt zentral? Die Parkplätze und ihre Preise sind also definitiv Dinge, die man in Ansbach nicht wirklich schätzt.

Zusammenhalt und Miteinander

Großstädte heißen nicht umsonst Großstädte. Alles ist überdimensional hoch, Kilometerweit voneinander entfernt und maximal überteuert. Im Strom der Menschenmenge hält niemand Blickkontakt, kein Obsthändler grüßt Dich freundlich und in der U-Bahn starrt jeder nur emotionslos auf sein Smartphone. Oft hat man oft das unangenehme Gefühl, einfach in der Menge unterzugehen. Keinen interessiert es, wie es Dir geht, jeder lebt nebeneinander her und schaut nicht nach links und rechts.

Ansbacher können darüber nur staunen. Denn hier ist es selbstverständlich, dass man den Obsthändler auf dem Markt grüßt und die Chance, dass man beim Einkaufen auf mindestens zwei bekannte Gesichter trifft, liegt bei 150 Prozent. Auch, wenn es Tage gibt, an den man am liebsten niemanden sehen oder hören will und nur schnell seinen Erledigungen nachgehen möchte, ist es doch eigentlich etwas Wunderschönes, oder? Dass wir eben nicht einfach stur nebeneinander her leben, sondern uns für unsere Mitmenschen interessieren und auf einander Acht geben.

Sauberkeit

Müllsäcke, die sich bis zu den Wolken stapeln, Mülleimer, die schon seit mindestens drei Jahren voll sind, oder Kippen und Bierflaschen, die schön säuberlich an den Hauswänden entlang aufgestellt wurden. Kennen wir in Ansbach? Nein! Klar, je größer die Stadt desto größer die Müllansammlung und desto schwieriger, diese in den Griff zu bekommen. Aber verglichen mit Städten unserer Größe oder auch mit kleineren, ist Ansbach wirklich ordentlich und aufgeräumt! Abgesehen von vereinzelten Bierflaschen oder Mülleimern, die sich schon bald wieder auf die Leerung freuen können, ist der Müll in unserer Stadt wirklich überschaubar.

Frische Landluft

Der Smog, der über vielen Städten in China hängt, und den Atmenschutz, den die Menschen dort tragen, ist nichts besonderes und selbstverständlich. Aufgrund der ganzen Abgase ist es in einigen Städten auf Dauer wirklich gesundheitsschädlich, die „normale“ Luft ohne Schutz einzuatmen. Natürlich ist es übertrieben, Ansbach mit Metropolen der Welt zu vergleichen – trotzdem gibt es auch in Deutschland einige Städte, in denen es schwer fällt, entspannt zu atmen und einfach die frische Luft in seine Lungen zu pumpen.

Auch darüber können wir in Ansbach nur lachen! Denn sowohl in Ansbach, als auch in den Dörfern um Ansbach herum riecht es einfach nur nach frischer Landluft. Einen Haken hat unsere Stadt allerdings – und der befindet sich in Eyb. Wer kennt es nicht – Du sitzt mit offenen Fenstern gut gelaunt im Auto und auf einmal strömt ein derart aufdringlicher Bifi-Geruch ins Auto, dass man glauben könnte, die Fabrik produziert nicht nur für die ganze Welt, sondern auch für alle anderen Planeten unseres Sonnensystems Jahrresvorräte an Bifi.

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