Ansbach Plus | 23. August 2017 AN + | 23.08.2017

Defibrillator-Map für Ansbach

avatar
  • Am 16. Juni 2017
Der Defibrilator kann leben retten. Foto: Pascal Höfig

Der Defibrilator kann leben retten. Foto: Pascal Höfig

Ausnahmesituation

Der Tag beginnt so, wie jeder andere. Man begibt sich auf den Weg in die Schule oder auf die Arbeit und hofft darauf, dass die Stunden bis zum Feierabend so schnell wie möglich vergehen. Doch nach Hause und entspannen? Nichts da, denn der Kühlschrank füllt sich leider nicht von allein und auch alle weiteren Erledigungen nimmt uns niemand ab. Also auf in die Stadt! Gedankenversunken steht man an der Kasse und sehnt sich einfach nur nach seiner Couch und dem Fernseher. Und da passiert es. Ein paar Meter vor Dir bricht eine ältere Dame zusammen und liegt reglos auf dem Boden. Was ist passiert? Und was soll man tun?

Was tun?

Panisch rennen alle der Dame zu Hilfe und man vermutet: sie hat wohl einen Herzinfarkt erlitten. Die einen stehen nur da und gucken, andere rufen verzweifelt einen Krankenwagen und einen Notarzt, doch auch der braucht eine Zeit, bis er den Notfallort erreicht. Das heißt wohl: selbst helfen! Doch wo ist der nächste Defibrillator? Und wie funktioniert das alles überhaupt?

Herzinfarkt

Auf derartige Situationen sind wohl die wenigstens gefasst und wissen letztendlich nicht, was zu tun ist.
Für alle, die gar nicht so genau wissen, was bei einem Herzinfarkt passiert, hier eine kleine Erklärung:

Das Herz kann man sich wie ein großes Feld vorstellen, das durch viele kleine Flüsse (unsere Adern) bewässert wird. Ist einer dieser Flüsse blockiert und kann nicht weiter fließen, wird logischerweise das Feld dahinter auch nicht mehr mit Wasser versorgt. Übertragen ist ein Herzinfarkt also der Verschluss eines Blutgefäßes, sodass der Bereich dahinter nicht mehr mit Blut versorgt wird und spätestens nach vier Stunden abstirbt.
Nun kann es zum sogenannten „Kammerflimmern“ kommen. Das bedeutet, dass das Herz noch aktiv ist, aber keine Auswurfleistung mehr hat. Somit kann der Motor, also unser Herz, auch nichts mehr „auswerfen“ und den Körper nicht mehr mit Blut versorgen.

Wie funktioniert’s?

Nur beim Kammerflimmern kann ein Defibrillator eingesetzt werden. Durch diesen Defibrillator und durch die von ihm ausgehenden Schockwellen kann man bewirken, dass alle Herzmuskelzellen, die bei einem Infarkt ungeordnet zucken, auf den gleichen Grundwert gebracht werden, damit die Zellen wieder gleichzeitig anfangen können, zu arbeiten.

Die Defibrillatoren leiten einen ganz genau an, man braucht also gar keine große Erfahrung! Sie erkennen selbstständig, ob es sich um Kammerflimmern oder bereits um einen Herzstillstand handelt. Beim Kammerflimmern wird man nun durch weitere Instruktionen des Defis angeleitet und kann somit bestmögliche erste Hilfe leisten. Kam es zu einem Herzstillstand, kann man außer einer Herzrhythmus-Massage leider nichts für den Patienten tun.

Wo?

Um einen groben Überblick zu geben, wo von der Stadt Ansbach alles öffentliche Defibrillatoren angebracht worden sind, haben wir eine kleine Map erstellt, in der Du Dich genau informieren kannst! Natürlich gibt es noch einige weitere Defis in einzelnen Firmen und beispielsweise in den Filialen der Sparkasse.

Einzelne Standorte im Überblick:

  • Stadthaus, Johann-Sebastian-Bach-Platz 1
  • Verwaltungsgebäude, Nürnberger Straße 32
  • Tagungszentrum Onoldia, Nürnberger Straße 30
  • Kulturzentrum Karlsplatz, Karlsplatz 7/9
  • Weinbergschule, Turnhalle
  • Theresien-Gymnasium, Turnhalle
  • Gymnasium Carolinum, Turnhalle
  • Staatliche Berufsschule I + Beckenweiher Turnhalle
  • Platen-Gymnasium + Turnhalle
Stadtwerke Ansbach
Anzeige
Stadtwerke Ansbach
Anzeige
Stadtwerke Ansbach
Anzeige
Stadtwerke Ansbach
Anzeige