Ansbach Plus | 25. Juni 2017 AN + | 25.06.2017

Fair-Fashion und Feminismus: Bloggerin Julia Bischoff im Interview

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  • Am 20. Mai 2017

Ansbacher Studentin bloggt erfolgreich über nachhaltige Themen

Fair-Fashion, Feminismus und vegane Ernährung: Julia Bischoff ist mit ihrem Blog juliary.de wohl die bekannteste und erfolgreichste Bloggerin Ansbachs. Auf ihrem Instagram-Account folgen der Studentin fast 25.000 Menschen. Im Interview erklärt die 23-Jährige, warum sie lieber auf Werbe-Kooperationen verzichtet, anstatt ihren Lesern einen perfekt inszenierten Lifestyle vorzuspielen.

Unter dem Namen Juliary bloggt Julia Bischoff. Foto: Julia Bischoff

Ansbach Plus: Wie bist Du zum Bloggen gekommen?

Julia Bischoff: Ich fand die Idee schon immer gut, Gedanken und Gefühle für mich festzuhalten. Als ich dann herausgefunden habe, dass es eine Community dafür gibt, war ich wirklich begeistert.  Meinen ersten Blog hatte ich dann mit 13, doch so richtig angefangen habe ich 2013/2014.

A+: Du studierst an der Ansbacher Hochschule Multimedia und Kommunikation. Wie viel Zeit wendest Du neben deinem Studium für Juliary auf?

Julia: Früher habe ich jeden Tag mehrere Stunden dafür verwendet, mittlerweile sehe ich es aber eher als Hobby. Es kommt also vor, dass ich mal mehrere Stunden am Blog sitze, dann aber auch wieder ein paar Tage gar nicht. Ich setze mich da nicht mehr unter Druck.

A+: Was sind die Hauptthemen auf deinem Blog?

Julia: Im Moment ist mein Blog eher persönlich gehalten, mit Fotografie, veganer Ernährung, fairen und nachhaltigen Outfits und Gedanken beziehungsweise Gefühlen.

https://www.instagram.com/p/BTJjKZujt4_/?taken-by=juliaaary

A+:  Du schreibst auf deinem Blog, dass Du früher in billigen Kleidungsketten einkaufen warst, mittlerweile haben sich deine Prioritäten jedoch geändert. Wie kam der Wandel?

Julia: Schritt für Schritt wurde mir klar, dass man als Blogger auch eine bestimmte Verantwortung hat. Wenn ich mir so überlege, was für ein Bild oftmals vermittelt wird (Konsum hier, Schönheit da,…), dann frage ich mich, ob es wirklich das ist, was ich Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit auf dem Weg geben möchte. Ich bin zwar noch lange nicht da, wo ich hin möchte, aber ich versuche nach und nach bewusster zu leben und möchte dies auch kommunizieren.

A+: Nachhaltige Themen sind in der Bloggerwelt eher weniger vertreten.Wie haben deine Leser und Kooperationspartner auf die Umstrukturierung deines Blogs reagiert?

Julia: Auf negative Reaktionen stoße ich eigentlich nicht, doch die Klickzahlen und Anzahl der Kooperationspartnern gehen schon zurück. Aber das ist auch okay für mich. Wichtig ist mir, dass ich hinter dem stehe, was ich kommuniziere.

A+: Wie nimmst Du allgemein die Blogger- und Instagramwelt war?

Julia: Ich bin ein sehr kritischer Mensch und hinterfrage sehr vieles. Gerade auf Instagram geht es oftmals nur noch um das perfekte Image und einen tollen Lifestyle, auch wenn das oft nicht der Realität entspricht. Deswegen bin ich mittlerweile eher skeptisch und verfolge auch nur noch wenige Blogger und Instagrammer.

A+: Was waren die bisherigen Highlights deiner Bloggerkarriere?

Julia: Die Fashion Week in Berlin war schon ziemlich spannend, doch auch das Ikea-Event oder die Reise an den Tegernsee mit dem Blogger Bureau in Nürnberg stehen ganz oben auf der Liste. Ich freue mich einfach immer, andere Blogger kennenzulernen und mich zu vernetzen.

https://www.instagram.com/p/BHRZEEeAdG2/?taken-by=juliaaary

A+: Hast Du ein bestimmtes Ziel als Bloggerin?

Julia: Ich würde gerne die perfekte Balance zwischen Hobby und Nebeneinkunft für mich finden, mit einem Konzept, hinter dem ich zu 100% stehen kann und das mich nicht unter Druck setzt. Da mein Studium aber gerade in der Endphase steht, habe ich nicht sonderlich viel Zeit, um mich mit dem Bloggen zu befassen. Hoffentlich ändert sich das bald wieder!

A+: Wie geht es nach dem Studium für dich weiter? Möchtest Du Juliary zu deinem Beruf machen?

Julia: Tatsächlich nicht, nein. Wenn man hauptberuflich bloggt, dann kann man nicht einfach mal zwei Wochen Urlaub machen oder komplett abschalten. Man muss sich andauernd selbst vermarkten und ich weiß nicht, ob das so mein Ding ist. Stattdessen würde ich sehr gerne für eine Online-Redaktion oder eventuell im PR-Bereich arbeiten, aber ich warte ab, was die Zukunft für mich bereit hält.

A+: Hast Du Tipps, wie man anfängt zu bloggen und im besten Fall erfolgreich wird?

Julia: Ein klares Konzept, eine deutliche Bildsprache und viel Zeit und Geduld sind definitiv von Vorteil. Ein Blog wächst nicht einfach über Nacht und es gibt schon sehr, sehr viele Blogger mit tollen Ideen. Doch wenn man das liebt, was man tut, dann merken das die Leser und es bildet sich eine kleine Community, in der man sich wirklich wohlfühlen kann!

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