Ansbach Plus | 26. Juni 2017 AN + | 26.06.2017

Stadt, Land, Bund: Ja, zum neuen Medien-Campus

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Bund und Land mit im Boot

Der Stadtrat kennt die gemeinsamen Pläne von Hochschule und Stadt bereits. Ein neuer Medien-Campus soll am Gelände der Barton Barracks im Süden der Stadt entstehen. Denn spätestens in vier Jahren verlässt die US-Armee den 14 Hektar großen Stützpunkt. Das eröffnet der Hochschule (HS) Ansbach neue Möglichkeiten, um zu wachsen, die sie dringend braucht. Nun können Hochschule und Stadt auch auf die Unterstützung von  Bund und Land zählen.

Gelände der Barton Barracks, Meinhardswinden

Das rund 14 Hektar große Areal der Barton Barracks. Quelle: Google Maps GeoBasis-DE/BKG (©2009)

Die Hochschule will wachsen

„Jährlich haben wir zehn Mal so viele Anmeldungen, wie wir zulassen können im Bereich Digitale Medien. Wir müssen so viele wegschicken, dass mir das Herz blutet“, sagt Hochschulleiterin Ute Ambrosius. Derzeit sind rund 3.000 Studenten an der Hochschule Ansbach eingeschrieben. Mit dem Gelände der Barton Barracks könnten weitere 2.000 Studienplätze erschlossen werden. Außerdem überlegt die Hochschule eine Fakultät Medien zu gründen und möchte neue Studiengänge integrieren. Die Wirtschafts- und Technikstudiengänge profitieren ebenso von der Umstrukturierung und dem frei werdenden Platz am bereits bestehenden Campus.

Aus der Region für die Region

Zudem soll das „Zentrum Digitale Medien“ der Region einen echten Mehrwert bieten. Junge Leute gewinnen und auch hier halten, lautet das Motto. Das soll durch eine enge Vernetzung mit den kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Westmittelfranken und einem modernen Campus gelingen. Unternehmen sollen die Räumlichkeiten nutzen können, um neue Dinge auszuprobieren, wofür sie sonst nicht die Mittel hätten. Der Austausch soll Wissen und Digitalkompetenz in die Betriebe und die Gesellschaft tragen. Denn die Digitalsierung ist auf dem Vormarsch und alle Unternehmen müssen dahingehend aktiv werden, ist sich Vizevorstand der HS, Günther Pröbstle, sicher. Interesse seitens der regionalen Betriebe besteht. Ambrosius habe auf die Pläne nur positive Resonanz erhalten.

Aber nicht nur etablierte Unternehmen sollen profitieren. Gleichzeitig möchte der neue Campus Räumlichkeiten für Start-Ups schaffen, um jungen Unternehmensgründern die Hemmungen vor der Selbstständigkeit zu nehmen. Auch die restliche westmittelfränkische Region soll neben den Plänen in Ansbach nicht in den Hintergrund geraten. Derzeit besteht die Überlegung eine fünfte Außenstelle im Kreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim zu erschließen.

Die Parteien sind sich einig

Weitere Schritte hängen nun von der Wertermittlung des Geländes ab, für die Bundestagsabgeordneter Josef Göppel zuständig ist: „Damit wollen wir eine ordentliche Entscheidungsgrundlage schaffen.“ Die Verantwortlichen wollen rechtzeitig handeln und nicht warten bis der letzte Soldat abgezogen ist. Der Themenbereich rund um die Digitalsierung ist zukunftsträchtig und birgt großes Potential. Deshalb stehen die Politiker partei- und landkreisübergreifend hinter dem Konzept.

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