Ansbach Plus | 28. Mai 2017 AN + | 28.05.2017

Ansbacher Dancecrew für Weltmeisterschaft qualifiziert

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#Notreal reist nach Phoenix in Arizona

Die Ansbacher Dancecrew #Notreal aus der HipHopTanzschule Dance14s hat sich am Ostermontag in Hannover für die HipHop Weltmeisterschaft qualifiziert! Das noch sehr junge Team, das überwiegend aus Schülern ab 15 Jahren und Studenten besteht, konnte sich gegen 18 weitere Crews aus ganz Deutschland behaupten und tanzte sich auf Platz 3. Nun heißt es Anfang August: Ab nach Phoenix in Arizona! Diesesmal wird Deutschland bei der HipHop WM HHI (HipHop International) neben zwei weiteren Crews aus Berlin und Baden-Württemberg auch durch Ansbach vertreten sein.

Wir haben uns zu diesem Anlass mit Patrick Telenga (20) über #NotReal unterhalten. „Paddy“ (Bild: unten rechts) tanzt leidenschaftlich in der Crew und ist zudem als Coach in der Tanzschule tätig. Dance14s zählt zu den größten Hip-Hop-Tanzschulen Deutschlands und hat mittlerweile Standorte in Ansbach, Burgoberbach, Neuendettelsau, Lichtenau, Gunzenhausen, Wassertrüdingen und Dietenhofen.

Dancecrew #NotReal

Die Dancecrew #NotReal hat sich für die HipHop Weltmeisterschaft in Arizona qualifiziert. Foto: Daniela Telenga

 Ansbach Plus: Seit wann gibt es die Tanzschule Dance14s und wie ist die Dancecrew #NotReal entstanden?

Patrick Telenga: Die Tanzschule gibt es jetzt seit 14 Jahren, ich selbst tanze schon seitdem ich fünf Jahre alt bin. #NotReal war von Anfang an ein Projekt in Eigenverantwortung. Wir hatten alle unseren regulären Unterricht in der Tanzschule und irgendwann dachten wir uns hey, wir können uns doch zusammen tun und was Eigenes aufziehen. Wir waren schon immer Fans von HHI, haben die ganzen Videos von den Tänzern gesehen und wollten das auch mal ausprobieren. Ursprünglich waren wir zu sechst, haben dann regionale Wettkämpfe bestritten, noch zwei Tänzer dazu geholt und sind dann letztes Jahr schon zur Vorqualifikation für die Weltmeisterschaft nach Hannover gefahren. Überraschenderweise sind wir sogar ins Finale gekommen und fünfter geworden, da waren wir schon ganz schön erstaunt. Da haben wir dann natürlich Blut geleckt und wollten es dieses Jahr unbedingt wieder probieren.

AN+: Und das mit Erfolg! Wie habt Ihr Euch auf die diesjährige Vorqualifikation vorbereitet?

Patrick Telenga: Nachdem wir letztes Jahr den fünften Platz erreicht hatten, haben wir uns das ganze Jahr direkt auf die nächste Vorrunde konzentriert und vorbereitet. Wir haben neue Tänzer dazu geholt, mittlerweile sind wir 17 in der Gruppe. Dann haben wir entschieden, welche Musik wir nehmen, ich habe mich hauptsächlich um die Choreographie gekümmert und Hilfe von Kollegen bekommen, die sich mit ‚Dance‘ und ‚Tutting‘ (Tanzstil) auskennen. Wir haben jede Woche mindestens zwei Stunden trainiert, wenn nicht sogar mehr! Kurz vor dem Wettkampf  haben wir dann auch die Wochenenden und Ferien dazu genommen. Bei der großen Gruppe lag der Fokus ausschließlich auf der Weltmeisterschaft, mit der kleinen Gruppe waren wir aber weiterhin unterwegs und sind dritter Europameister, süddeutscher und fränkischer Meister geworden.

AN+: Worauf kommt es beim Tanzen an?

Patrick Telenga: Am wichtigsten ist die Synchronität. Dann wird der Showmix bewertet und die Musik, zu der getanzt wird. Auch kleine Kriterien, wie Schimpfwörter in den Songs, geben Punktabzug. Außerdem wird darauf geachtet, dass am Anfang und am Ende alle Tänzer der Gruppe auf der Bühne stehen, was für Effekte gezeigt und Bilder gebaut werden. Zudem müssen drei HipHop Stile gezeigt werden: Wir haben ‚Breakdance‘, ‚Dancehall‘ und ‚Tutting‘ getanzt.
Bei den Wettkämpfen gibt es verschiedene Alterskategorien, ab 17 Jahren gibt es die ‚Adults‘ mit Gruppen bis zu acht Tänzern und die Meisterdisziplin mit 15 bis 40 Tänzern. Je mehr Leute in einer Gruppe, desto schwieriger ist es natürlich, alle auf ein Level zu kriegen und synchron zu bleiben.

 

HHI Qualifikation

Damit haben wir uns zur HipHop Weltmeisterschaft getanzt!Unsere Crew #Notreal schaffte es unter 18 Teilnehmern aus ganz Deutschland auf Platz 3!Jetzt fliegen wir Anfang August nach Phoenix (Arizona)!!!!!!Da viele von uns noch Schüler und Studenten sind, benötigen wir nun ganz viel Unterstützung, damit wir diesen Traum wahr machen können!!Im Klartext heißt das, wir hoffen auf ganz viele Leute und Firmen, die unsere Leistung so toll finden, dass sie auch gerne etwas dazu sponsern.D.h. für euch teilt unser Video bitte so oft ihr nur könnt, damit ganz viele auf uns aufmerksam werden! Erzählt den Leuten von uns, nur so finden wir ein paar, die uns dann auf diesem Weg vielleicht auch finanziell unterstützen können!! Wir werden hierzu auch noch vor den Sommerferien eine Gala veranstalten mit allen unseren Schülern, wo Firmen gerne ihre Werbung platzieren können gegen ein Sponsoring.Wir hoffen Ansbach lässt uns nicht hängen!! Einen Teil der Kosten haben unsere Leute übers Jahr schon so gut es geht in Abend- und Wochenendjobs neben Schule und Uni selbst erarbeitet, aber wir benötigen 40.000 Euro…..Bitte unterstützt uns schonmal durch fleißiges Teilen, Liken und wenn ihr uns was Nettes drunterschreiben wollt, dann freut das unsere Tänzer riesig,riesig, riesig!!!!Paddy Telenga Simon Telenga Julian Gurdan Dennis Nix Jerome Torres Szymon Hool Aljona Curly Lisa MsTingting Tanzer Krissi Hu Kristin Oo Sabrina Klotz Felicitas Klier Samira Torres Lugo Carola Stahl Amanda Roser Larenda Deborrah Steffis Kleiner Kuchen

Posted by Dance14s on Donnerstag, 20. April 2017

Damit hat sich #NotReal zur HipHop Weltmeisterschaft getanzt!

 

AN+: Habt Ihr damit gerechnet, Euch dieses Jahr erfolgreich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren?

Patrick Telenga: Bei der ersten Teilnahme war der fünfte Platz eine totale Überraschung und ein absolutes Highlight, aber dieses Jahr haben wir natürlich alles daran gesetzt, mindestens dritter zu werden. Wir haben vorher schon gesagt, wenn wir es wirklich schaffen sollten, wollen wir auch nach Phoenix fliegen. Aber so eine Reise nach Amerika finanziert sich natürlich nicht von selbst, wir haben jedes Geld, das rein kam, gespart und Ferien- und Wochenendjobs angenommen. Von den Veranstaltern direkt werden wir auch ein wenig unterstützt: Sie kennen die Probleme und versuchen Gelder zu akquirieren, die wir direkt in die Reise investieren können. Außerdem versuchen sie mit Fluglinien zu kooperieren und uns billigere Flüge und Unterkünfte zu organisieren. Was genau dabei rauskommt, wissen wir allerdings noch nicht.
Vom Staat wird unsere Sportart leider nicht unterstützt, da HipHop in Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern nicht anerkannt wird.

AN+: Ihr habt einen Spendenaufruf via Crowdfunding ins Leben gerufen und braucht 40.000 Euro, um den Traum von Amerika in Erfüllung gehen zu lassen. Seid ihr zuversichtlich, dass genügend Geld gespendet wird?

Patrick Telenga: Wir brauchen viel Unterstützung, aber wir sind zuversichtlich, dass wir es schaffen. Im Prinzip würde es reichen, wenn jeder in Ansbach nur einen Euro spendet. Mittlerweile haben auch schon viele eine größere Summe erübrigt. Zudem werden wir eine Gala veranstalten, an der die Tänzer von Dance14s auftreten, da hoffen wir auf Eintrittsgelder und Sponsoren. Wir haben den Vorteil, dass wir zum Ersten Mal zur Weltmeisterschaft nach Arizona fliegen, da ist die Unterstützungsbereitschaft noch größer, als wenn wir schon öfter dort gewesen wären.

AN+: Auf was konzentriert Ihr Euch derzeit am Meisten?

Patrick Telenga: Das Training ist im ersten Moment eher zweitrangig, auch wenn das nicht so sein sollte. Natürlich trainieren wir trotzdem jede Woche, arbeiten an der Show und der Synchronität, ändern Stellen, die nicht perfekt laufen oder bauen neue Ideen und Effekte ein. Wir verbessern Kleinigkeiten und bauen um, aber der Fokus liegt dennoch auf der Organisation der Reise und den Möglichkeiten, Gelder zu bekommen.

AN+: Mit welcher Einstellung blickt Ihr der Weltmeisterschaft entgegen?

Patrick Telenga: Auf der Weltmeisterschaft selbst rechnen wir nicht damit, groß etwas zu reißen. Es gibt um die 60-80 Gruppen. Die ersten 20-30 sind dabei die absolute Eilte, die sich jedes Jahr qualifizieren und extrem gut sind. Da ist unter anderem die Gruppe ‚Royal Family‘ aus Neuseeland, die mega erfolgreich ist und zum Beispiel in Videos von Justin Bieber für Choreographie und Regie verantwortlich war. Allein gegen diese Gruppe zu tanzen ist schon mega.
Unser großes Ziel bzw. unsere große Hoffnung ist es, eine Runde weiter ins Halbfinale zu kommen, aber man weiß ja nie!
Es ist auf jeden Fall ein Lebenstraum, der für uns in Erfüllung geht. Wir haben uns die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in den Kopf gesetzt, aber nie ernsthaft damit gerechnet. Bei den ganz Großen mitzutanzen ist ein Traum. Als bei der HHI in Hannover nur noch vier Gruppen übrig waren, wussten wir, wenn sie jetzt unseren Namen für den vierten Platz nicht nennen, sind wir dabei. Wir haben uns noch nie so gefreut, wir haben geweint und gelacht und gefeiert – das war einfach mega an dem Abend!

 

Die Weltmeisterschaft findet vom 06. – 12. August 2017 statt. #NotReal wird am 08. August mit ihrem Auftritt Deutschland vertreten.
Wenn Ihr die Ansbacher Dancecrew unterstützen und einen Teil dazu beitragen wollt, ihren Traum zu erfüllen, könnt Ihr hier einen frei wählbaren Betrag spenden.
Weitere Infos findet Ihr auf der Facebook Seite von #NotReal und Dance14s und auf deren Homepage!

 

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