Ansbach Plus | 26. Juni 2017 AN + | 26.06.2017

Statement des SPD-Verwaltungsrats über Zukunft von ANregiomed

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  • Am 28. April 2017
ANregiomed Klinikum Ansbach. Foto: ANregiomed Klinikum Ansbach

ANregiomed Klinikum Ansbach. Foto: ANregiomed Klinikum Ansbach

Im Folgenden eine Pressemitteilung der SPD-Verwaltungsrätin Helga Koch und den stellvertretenden Verwaltungsräten Martin Porzner und Hubert Müller, die alle drei am Mittwoch bei der Verwaltungsratssitzung zur ANregiomed Klinik anwesend waren.

Keine leichte Entscheidung

„Die Entscheidung, den Geschäftsbesorgungsvertrag mit Sana unter den gegebenen Bedingungen nicht abzuschließen, war keine leichte Entscheidung. Es war eine Entscheidung gegen den Rückzug des Verwaltungsrates aus der Verantwortung für unsere Kliniken. Sie eröffnet die Chance, der Mannschaft um den Interimsvorstand Reinhardt sofortige Handlungskompetenz zu übertragen und den Aufwind zu nutzen, der unter den Beschäftigten zu spüren ist.

Externe Hilfe

Herr Reinhardt hat die Probleme unserer Kliniken klar benannt und Wege und Strategien aufgezeigt, wie Anregiomed auf einen wirtschaftlich erfolgreichen Kurs zu führen ist. Dazu wird das bestehende Team punktuell externe Hilfe benötigen. Der Verwaltungsrat hat den Auftrag erteilt, diese Hilfen einzuholen.

Europaweite Ausschreibung

Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für eine europaweite Ausschreibung eines Geschäftsbesorgungsvertrages. Bis diese Ausschreibung erfolgen kann, werden einige Monate vergehen. In dieser Zeit kann das derzeitige Leitungsteam zeigen, wie es die in den ersten drei Monaten dieses Jahres erfreuliche Entwicklung verstetigen und darüber hinaus schlüssige Konzepte für die notwendigen Strukturmaßnahmen und ein überarbeitetes Medizinkonzept präsentieren kann.

Die Mehrheit im VWR wird dann entscheiden, ob eine Geschäftsbesorgung noch notwendig ist, um Anregiomed zu sanieren.

Vertrauen zu Interims-Vorstand

Wir haben Vertrauen in Herrn Reinhardt und sein Team. Sie haben es geschafft, unter den Beschäftigten ein „Wir-Gefühl“ und Aufbruchstimmung zu erzeugen. Sorgen und Ideen aus der Belegschaft werden aufgegriffen und ernst genommen. Dabei ist allen bewusst, dass schmerzhafte Einschnitte notwendig sind, um die Kliniken zu retten.

Diese Einschnitte stehen den Häusern bevor, mit oder ohne Geschäftsbesorgung. Die Wege zu einer wirtschaftlichen Sanierung sind ebenfalls vorgezeichnet, auch Herr Reinhardt hat sie erkannt und benannt. Die Durchsetzung der notwendigen Schritte kann auch ein Geschäftsbesorger nur anordnen, ausführen müssen sie die Verantwortlichen vor Ort.

Eigenes Engagement

Wir haben uns gestern dagegen ausgesprochen, einen Vertrag mit einer Firma einzugehen ohne Vergleichsangebote, einen Vertrag mit vielen Absichtserklärungen und wenig Konkretem, aber mit einer hohen Erfolgsvergütung.
Wir sind überzeugt, dass wir unsere Häuser mit weniger Geld und mehr eigenem Engagement wieder auf Kurs bringen können.“

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der SPD-Verwaltungsräte und Stellvertretern Helga Koch (VWR), Martin Porzner (stv. VWR) und Hubert Müller (stv. VWR).

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