Ansbach Plus | 23. Juli 2017 AN + | 23.07.2017

Klinikverbund ANregiomed: Keine Zusammenarbeit mit der Sana Kliniken AG

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  • Am 28. April 2017
TIZ und Klinikum Foto: Reiter & Schwieger

TIZ und Klinikum. Foto: Reiter & Schwieger

Laut einer Pressemitteilung des ANregiomed Klinikums Ansbach findet die Vergabe an SANA Kliniken AG im Verwaltungsrat nicht die erforderliche Dreiviertelmehrheit – externe Sanierungsberatung soll Interims-Vorstand Jörg Reinhardt unterstützen.

Vorlage des Vertrags zur Geschäftsbesorgung

In der Sitzung des Verwaltungsrats am 26. April wurde der Vertrag zur Geschäftsbesorgung für den kommunalen Klinikverbund ANregiomed durch die SANA Kliniken AG zur Beschlussfassung vorgelegt. Obwohl sich eine Mehrheit der zwölf stimmberechtigten Mitglieder für eine Auftragsvergabe aussprach, wurde die erforderliche qualifizierte Mehrheit von neun Befürwortern um eine Stimme verfehlt. Das Gremium hat deshalb beschlossen, die Geschäftsbesorgung europaweit auszuschreiben. Die Geschäfte führt inzwischen weiterhin Interims-Vorstand Jörg Reinhardt.

Statement des SPD-Verwaltungsrats über Zukunft von ANregiomed

„Vorsichtig optimistisch“

„Mit vereinten Kräften konnten wir in den ersten Monaten dieses Jahres viel erreichen und auf den Weg bringen“, wendet sich Reinhardt in einem Schreiben an die ANregiomed-Mitarbeiter. Die Auswertung der Zahlen für das erste Quartal 2017 stimme „vorsichtig optimistisch“. Aufgrund einer sehr guten Belegung zum Jahresbeginn bei deutlicher Fallsteigerung im Vergleich zum Vorjahr liege man bei den Erlösen „über dem geplanten Wert“.

Jahresfehlbetrag von ca. 10 Millionen Euro

Die bisherigen Anstrengungen genügten allerdings nicht, um eine nachhaltige Sanierung voranzutreiben: Nach aktueller Hochrechnung bleibe immer noch ein Jahresfehlbetrag von rund 10 Mio. €. Um ANregiomed wieder auf Kurs zu bringen, seien deshalb weiterführende Maßnahmen erforderlich. Um diese zu entwickeln und konsequent umzusetzen, wurde Reinhardt vom Verwaltungsrat beauftragt, eine externe Sanierungsberatung hinzuzuziehen.

Stellungnahme des ANregiomed Verwaltungsrats Uwe Fröhlich zur Vertragsablehnung

Gemeinsamer Weg

Inzwischen hat der Interims-Vorstand die Beschäftigten gebeten, den gemeinsamen Weg weiterhin mitzugehen. „Bitte zeigen Sie unseren Patienten, dass eine schwierige wirtschaftliche Situation keineswegs eine verminderte Versorgungsqualität bedeutet.“ Nur so könne das Vertrauen der Patienten langfristig gehalten und ausgebaut werden.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des ANregiomed Klinikums Ansbachs.

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