Ansbach Plus | 28. Mai 2017 AN + | 28.05.2017

Zuwendungen an Mitarbeiter – für besseres Arbeiten

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  • Am 18. April 2017

Symbolbild Arbeit – Foto: Pascal Höfig

Mitarbeiterzuwendungen als Wohlfühlfaktor

„Geld alleine macht nicht glücklich“ – diese alte Weisheit gilt auch, wenn es um Arbeitszufriedenheit geht. Neben dem Gehalt sind sinnvolle Aufgaben und angenehme Arbeitsbedingungen wesentliche Voraussetzungen, damit Mitarbeiter sich wohl fühlen und produktiv sind. Mitarbeiterzuwendungen sind ein wichtiges Instrument in diesem Zusammenhang. 

Solche Zuwendungen können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Die Bandbreite reicht von der Überlassung des Dienstwagens auch für privaten Gebrauch bis hin zu kostenlosem Kaffee und Obst am Arbeitsplatz. Je nachdem, welcher Art solche Zuwendungen sind und welchen Umfang sie einnehmen, sind sie „echte“ geldwerte Vorteile, die steuerlich wie Arbeitslohn behandelt werden.

Deputate – früher Teil des Arbeitslohns

Sachbezüge als „Lohn“ haben eine lange Tradition. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der sogenannte Deputatlohn bei Landarbeitern üblich – bestehend aus freier Wohnung, dem Recht auf Kleinviehhaltung und Nutzung von Obst- und Gemüsegärten. Auch die Deputatkohle und der Bergmannsschnaps im Bergbau, der Haustrunk bei Brauereien oder das Holzrecht in der Forstwirtschaft fallen in diese Kategorie. Im Unterschied zu heute machten solche Mitarbeiterzuwendungen damals vielfach einen nicht unerheblichen Teil der Entlohnung aus. Die indirekten Auswirkungen auf Arbeitszufriedenheit und Motivation standen eher im Hintergrund.



Zuwendungen heute als wichtiger Motivationsfaktor

Das hat sich heute gründlich geändert. In einer Zeit, in der das Gehalt in der Regel mehr als ausreicht, um die grundlegenden Lebensbedürfnisse abzudecken, hat das Geld als Motivator für Arbeitsleistung an Bedeutung eingebüßt. In Umfragen ist nur für jeden dritten Beschäftigten die leistungsgerechte Bezahlung ein Schlüsselfaktor für berufliche Zufriedenheit. Fast drei Viertel nennen dagegen ein gutes Betriebsklima als wichtiger Punkt. Das wird nicht nur durch das Verhältnis zu Vorgesetzten und Kollegen bestimmt, sondern auch durch angenehme Arbeitsbedingungen – eine Wohlfühlatmospähre, die motiviert und leistungssteigernd wirkt. Hier kommen die Mitarbeiterzuwendungen in ihrer modernen Form ins Spiel.



Der Phantasie kaum Grenzen gesetzt

Es müssen dabei nicht einmal besonders kostspielige oder spektakuläre Maßnahmen sein, die wirken. Wichtiger ist die Nachhaltigkeit und die erkennbare „ehrliche Absicht“. Die Möglichkeiten dabei sind äußerst vielfältig. Hier einige Beispiele:

  • Verpflegung am Arbeitsplatz oder kostenlose Getränke wie von Fritz oder frisch gemahlener Kaffee aus einem Vollautomaten, die man beispielsweise bei dem Tchibo Coffee Service erwerben kann
  • 
Angebot von Betriebssport oder bezahlte Mitgliedschaft im Fitnessstudio
  • Unterstützung von gemeinsamen Mitarbeiterstammtischen, -ausflügen, -freizeitaktivitäten
  • angenehme Gestaltung des Arbeitsumfelds (Büroausstattung, -möbel, -begrünung, schöne Gemeinschaftsräume usw.)
  • Organisation und Angebot von Events
  • Kino-, Tank-, Warengutscheine

Steuerpflicht bei mehr als 44 Euro

Solche und andere Zuwendungen können dazu beitragen, für ein positives Betriebsklima zu sorgen. Damit bestimmte Sachzuwendungen nicht als „geldwerte Vorteile“ zu steuerpflichtigem Arbeitslohn werden, gelten allerdings enge Grenzen. Mehr als 44 Euro im Monat darf ihr Wert nicht ausmachen. Was allerdings kein Unternehmen abhalten sollte, seinen Mitarbeitern und sich etwas Gutes zu tun.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit unserem externen Redakteurin Julia Hattdorn. 

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