Ansbach Plus | 18. August 2017 AN + | 18.08.2017

Die Grotte: The place to be

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  • Am 07. April 2017
Max Wäger (links) und Benny Schuster (rechts) sind zwei der drei Grotten-Betreiber. Foto: Benny Schuster

Max Wäger (links) und Benny Schuster (rechts) sind zwei der drei Grotten-Betreiber. Foto: Benny Schuster

Coolness overload

Der Eingang zur Grotte wirkt etwas unscheinbar und ist ein wenig anders, als bei normalen Bars. Die hinter der Eingangstür angrenzende Treppe führt nämlich direkt in den wohl coolsten Keller Ansbachs.

Wer kennt sie nicht, die Grotte? Die meisten lassen hier gerne die Abende des Altstadtfestes ausklingen, doch wer zu spät kommt, hat Pech gehabt: Denn wann auch immer die Grotte geöffnet ist, stürmen die Ansbacher nur so hinein, um im Halbdunkeln bei lässiger Musik das Leben zu genießen.

Einzigartiges Ambiente

Die Treppe führte uns in das urige Gemäuer an die Bar. Mit verschiedenen Likören und Schnäpsen ausgestattet und durch Neonlichter beleuchtet sieht sie einfach nur cool aus.

Bei dem Anblick wird doch jeder glücklich, oder? Foto: Jelena Lerg

Bei dem Anblick wird doch jeder glücklich, oder? Foto: Jelena Lerg

Auch der größere der beiden Räume strahlt mit den Sandsteinwänden, Kupferrohren entlang der Decke und der lockeren Musik im Hintergrund einfach eine entspannte Atmosphäre aus. An ausreichend großen Tischen finden auch größere Gruppen Platz und auch auf den Barhockern entlang des Tresens und an den Stehtischen kommt man sicher schnell mit anderen Gästen ins Gespräch.

Hier lässt es sich aushalten! Foto: Jelena Lerg

Hier lässt es sich aushalten! Foto: Jelena Lerg

Ansbacher Jungs

Die Grotte wird seit sechs Jahren von drei Ansbacher Jungs betrieben, die zusammen die Schulbank gedrückt haben. Max Wäger, Benny Schuster und Maximilian Gossler feierten anfangs nur ihre Geburtstage in dem Keller. Mit der Zeit entwickelte sich daraus ein Hobby, denn es machte ihnen richtig Spaß, hier Partys zu veranstalten und dem Keller etwas Leben einzuhauchen.

So kam es, dass sie sich nach ihrem Abi im Keller verbarrikadierten und nun schon seit sechs Jahren ihre komplette Freizeit und auch einiges an Geld in den Umbau investierten. Sie schlugen die Wände ein, bauten eine Bar und fanden immer mehr Gefallen daran, aus der Grotte was richtig Cooles zu machen.

Max Wälger und Benny Schuster. Foto: Franziska Roos

Max Wälger und Benny Schuster. Foto: Franziska Roos

Bisher öffnete die Grotte ihre Türen nur zum alljährlichen Altstadtfest. Zusätzlich war es den Betreibern des Weinkellers erlaubt, zehn Mal im Jahr kleine Veranstaltungen wie beispielsweise Live-Auftritte, Weinverkostungen oder kleine Theaterstücke anzubieten. Da die Jungs der Stadt Ansbach aber definitiv mehr bieten wollen, haben sie es nach anfänglichen Schwierigkeiten geschafft, die Grotte als Gewerbe anzumelden, um den Keller nun auch wöchentlich als Bar nutzen zu können.

Party, Bar und Kleinkunstbühne

Ab der Eröffnung am 21.04. hat man nun jeden Freitag die Chance, sich einem Stück „Altstadtfestfeeling“ hinzugeben und mit Freunden bei Bier und Cocktail das Wochenende einzuläuten. Mit dem öffentlichen Barbetrieb gibt die Grotte Ansbach genau das, wo nach sich viele Ansbacher schon seit langem sehnen: eine hippe Bar mit cooler Musik, einzigartigem Ambiente und erfrischenden Getränken.

Da sich die Grotte vor Anfragen zu Partys und Geburstagsfeiern kaum retten kann, haben sie sich dazu entschlossen, den Samstag für geschlossene Veranstaltungen zu nutzen. Wer also noch nach einer coolen Partylocation mitten im Herzen Ansbachs Ausschau hält, braucht sich nun nicht mehr zu sorgen. Der Weinkeller eignet sich perfekt, um Partys aller Art zu schmeißen, an die man sich noch lange erinnern wird.

Die Grotte als Partylocation - Foto: Benny Schuster

Die Grotte als Partylocation – Foto: Benny Schuster

Auch das Angebot der Stadt, zehn Abende im Jahr mit kleinen Veranstaltungen zu füllen, soll nicht ungenutzt bleiben. Als Kleinkunstbühne will die Grotte die Ansbacher Bürger mit Live-Auftritten von regionalen Künstlern, Poetry Slams und vielen weiteren Aufführungen unterhalten und so Ansbachs Nachtleben noch etwas mehr aufblühen lassen.

Weintheater in der Grotte - Foto: Michael Vogel

Weintheater in der Grotte – Foto: Michael Vogel

Regionalität

Regional steht für die Grotten-Betreiber an erster Stelle! Von Bieren bis hin zu Säften wird alles mit Bedacht ausgewählt und selbst aus umliegenden Betrieben geholt. Weil der Barbetrieb der Grotte noch in den Startlöchern steht, möchten sich die Drei noch nicht bei einer Brauerei festlegen und erst einmal abwarten, welche Biersorten besonders gut bei den Ansbachern ankommen.

Drinks

Mit ihrem Angebot versuchen sie, dem Geschmack von Jung und Alt gerecht zu werden und jeden mit kühlem Bier, Cocktails oder Softdrinks zufrieden zu stellen. Damit auch ja keiner leer ausgeht und den Abend über durstig bleiben muss, sorgen die Jungs mit verschiedenem Weiß- und Rotwein, den beliebten Säften vom Hesselberg und mit vielem Weiteren für eine große Auswahl.

„Bier ist mein Yoga“

Wer nach diesem Motto lebt, bekommt in der Grotte beim Anblick der Bierkarte mit Sicherheit leuchtende Augen: Auch hier ist den Betreibern nämlich wichtig, vor allem regionale Produkte aus den umliegenden Brauereien zu beziehen. Ihrer Meinung nach bekommen die kleineren Betriebe immer noch zu wenig Aufmerksamkeit und müssen von den städtischen Lokalitäten unterstützt werden.
So kommt es nicht selten vor, dass sich der ein oder andere Besucher freut, weil sogar sein dorfeigenes Bier angeboten wird.

Gibt es etwas besseres als regionales Bier? Foto: Larissa Noack

Gibt es etwas besseres als regionales Bier? Foto: Larissa Noack

Cheers!

Schon allein beim Überfliegen der Cocktailkarte läuft sicher einigen das Wasser im Mund zusammen! Von Klassikern wie „Caipirinha“ bis zum eigens interpretierten Zombie zaubert die Karte sicher vielen ein Lächeln ins Gesicht. Hier lassen sich die Jungs durch andere Bars, Cocktailangebote oder durch Ideen ihrer Gäste inspirieren und versuchen sich immer wieder an neuen Mixgetränken.

Da die Grotte mit dem öffentlichen Barbetrieb vor allem Studenten die Möglichkeit bieten will, hier am Wochenende mit Freunden zu entspannen, können sich die Jungs definitiv vorstellen, Happy Hours oder Rabatte für Studis einzuführen.

Alles, was den Ansbacher glücklich macht. Foto: Larissa Noack

Alle guten Dinge sind Dry

So auch der Gin! Wer aber lieber eine andere Sorte vorzieht, muss in der Grotte nicht verdursten! Ca. 12 Gins warten geduldig im Regal darauf, probiert zu werden. Vom traditionellen Wacholdergeschmack bis hin zu einem etwas zitronigen Gin ist die Grotte bestens ausgerüstet.

Qual der Wahl

Auch Whiskey-Freunde gehen nicht leer aus. Im Keller hat man die Qual der Wahl und muss sich zwischen 30 verschiedenen Sorten entscheiden. Besonders Kenner freuen sich jedes Mal über die große Auswahl, da man diese mit großer Wahrscheinlichkeit nicht in jeder Ansbacher Bar vorfindet.

Die Getränkekarte kann sich sehen lassen! Foto: Larissa Noack

Die Getränkekarte kann sich sehen lassen! Foto: Larissa Noack

Speisekarte

Da die Grotte nicht über eine Küche verfügt, können hier anfangs hauptsächlich nur Getränke und kleine Snacks angeboten werden. Trotzdem überlegen die Drei in Zusammenarbeit mit dem Griechen, der direkt über der Bar liegt und einen Zugang zum Keller hat, eine kleine Speisekarte zu gestalten. Wer gegen Abend also noch einmal Hunger verspürt, könnte seinen Magen möglicherweise mit einem kleinen Gyros oder Pita füllen.

The place to be

Also aufgepasst, Ansbach: Ausreden wie „müde“ und „erkältet“ kommen ab heute nicht mehr in die Tüte! Ab jetzt sind die Freitage, an denen man es sich in eine Decke eingekuschelt mit Pizza und Popcorn vor dem TV bequem gemacht hat, Vergangenheit.

Denn mal ehrlich, wer sagt schon Nein zu ein, zwei Bier, ganz viel Spaß, und einem unvergesslichen Abend mit seinen Freunden in der Grotte?

Wie, wo, was?

Ab Freitag, dem 21.04.2017:

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