Ansbach Plus | 29. Juni 2017 AN + | 29.06.2017

Zeitumstellung: Eine Stunde wird „geklaut“

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  • Am 24. März 2017
Zeitumstellung – Fotomontage: Dominik Ziegler

Zeitumstellung – Fotomontage: Dominik Ziegler

Wer hat an der Uhr gedreht?

Seit dem 30. Oktober 2016 befinden wir uns in der Winterzeit. Für viele Menschen ist das „die gute Zeitumstellung“, weil die Uhr um eine Stunde von drei auf zwei Uhr zurückgestellt und die Nacht somit länger wird. In der Nacht vom 25. auf den 26. März wird uns allerdings wieder eine Stunde Schlaf „geklaut“. Die Uhr wird dann um eine Stunde vorgestellt. Das Ganze geschieht um 2 Uhr. Die Uhren werden dann auf 3 Uhr vorgestellt.

Kleiner Jetlag

Besonders Langschläfer leiden unter der Zeitumstellung. Für den Körper ist das wie ein kleiner Jetlag. Doch auch Frühaufstehern macht die Anpassung der so genannten inneren Uhr auf den veränderten Tag-Nacht-Rhythmus zu schaffen. Die Konsequenzen sind oft Müdigkeit, Schlafprobleme oder ein „Schlappheitsgefühl“. Doch wenn man ein paar Tipps beachtet, kann man sich relativ schnell auf die neue Zeit einstellen.

Tipps zur Zeitumstellung

In der Regel braucht der Körper maximal zwei Wochen, um sich an die Sommerzeit zu gewöhnen. „Es ist empfehlenswert bereits einige Tage vor der Zeitumstellung immer etwas früher ins Bett zu gehen“, so ein Sprecher der AOK. Eine viertel Stunde täglich genügt bereits. Um Verdauungsprobleme zu vermeiden, ist es ratsam, die Hauptmahlzeiten am Tag vor der Umstellung jeweils eine halbe Stunde früher einzunehmen.

Auf einen Mittagsschlaf sollte direkt nach der Zeitumstellung verzichtet werden. Um abends gut einschlafen zu können, sollte man vor dem Zubettgehen keine üppigen Speisen essen und aufputschende Getränke meiden. Spätabends sollte man auch keinen Sport treiben. Hilfreich können auch Entspannungstechniken wie autogenes Training und progressive Muskelentspannung sein, so die AOK.

Zeitumstellung überflüssig?

Seit der Einführung der Zeitumstellung ist ihr Nutzen umstritten. Angaben der Main-Post zufolge, hält die Mehrheit der Bevölkerung den Wechsel von Winter- und Sommerzeit für unnötig. Auch die Politik ist für eine Abschaffung der Sommerzeit. Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag und die Linksfraktion ließen verlauten, dass sie gegen die Zeitumstellung seien.

Das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit aus dem Jahr 2015 ergab sogar, dass fast drei Viertel der Menschen in Deutschland gegen die Zeitumstellungen in Frühjahr und Herbst seien. 73 Prozent der Befragten hielten die Zeitumstellung für überflüssig und seien dafür, dass sie abgeschafft wird. 1.001 Menschen wurden in der ersten Februarhälfte im Rahmen der Umfrage befragt.

Anzahl der Gegner gestiegen

Nur 26 Prozent hielten 2015 die Zeitumstellung laut der Umfrage für sinnvoll – 2013 waren es noch 29 Prozent. 27 Prozent der Befragten hatten bereits einmal Probleme mit der Zeitumstellung, wobei mehr Frauen (32 Prozent) als Männer (23 Prozent) betroffen waren. Besonders häufig klagten außerdem die 45- bis 59-Jährigen über Beeinträchtigungen mit 36 Prozent.

Müde und schlapp fühlten sich 75 Prozent der Befragten, die schon Probleme mit der Zeitumstellung hatten. 62 Prozent gaben Einschlafprobleme oder Schlafstörungen an. Kognitive Auswirkungen hatte die Zeitumstellung für 36 Prozent, die sich den Ergebnissen zufolge schlechter konzentrieren konnten. 31 Prozent fühlten sich außerdem schneller reizbar.

Eselsbrücke

Die Uhr umstellen – aber in welche Richtung? Diese Frage ist zwei Mal im Jahr sehr beliebt. Hier eine kleine Merkhilfe von uns für Euch: Vergleicht es einfach mit Eurer Laune in der jeweiligen Jahreszeit. Im Sommer geht ihr gerne VOR die Türe, Ihr unternehmt viel draußen. Wird es Sommer werden die Uhren vor gestellt. Kommt der Winter verkriecht man sich gerne ZURÜCK ins Haus. Die Uhren wollen im Oktober auch eine kleine Verschnaufpause und werden zum Winteranfang wieder zurück gestellt.

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