Ansbach Plus | 23. Juni 2017 AN + | 23.06.2017

Judo – Bester Einsatz von Körper und Geist

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Japanischer Kampfsport

Judo ist Konzentration, Sicherheit, Koordination, Disziplin und Gesundheit. Der Judo-Begründer Jigoro Kano (1860-1938) sagte: „Judo ist – in letzter Konsequenz – der höchst wirksame Gebrauch von Geist und Körper zu dem Zweck, sich selbst zu einer reifen Persönlichkeit zu entwickeln und einen Beitrag zum Wohlergehen der Welt zu leisten.“

Judo-Begründer Jigoro Kano (1860-1938)

Der Judo-Begründer Jigoro Kano. Foto: Sophie von Urbanowicz

Sportschule Bischoff

Die Begeisterung für den japanischen Kampfsport teilen auch Iris (Physiotherapeutin) und Jörg Bischoff (Sportwissenschaftler). Beide betreiben schon seit ihrer Kindheit Judo und haben lange Zeit für den TSV Nürnberg-Altenfurt in der Bundesliga gekämpft. Schon lange hatten sie den Wunsch, sich einmal selbstständig zu machen und vor allem Kindern Judo näher zu bringen.

Im Jahr 2006 eröffneten sie ihre Sportschule Bischoff. Mittlerweile haben sie vier Standorte und um die 200 Mitglieder (Judoka). Neben Warrior Fitness und Reha Sport liegt der Schwerpunkt vor allem auf Judo. „Am schönsten ist es, die Entwicklung der Kinder zu sehen, wie sie mit der Zeit selbstbewusster werden“, findet Iris Bischoff. Judo gebe Selbstvertrauen und Sicherheit, die Kinder könnten sich bewegen und raufen, ohne große Verletzungen zu riskieren. „Außerdem können Mädchen und Jungs problemlos zusammen trainieren. Es gibt wenige Sportarten, bei denen das möglich ist“, schwärmt die Physiotherapeutin. Die Sportschule ist Mitglied im Deutschen Judo-Bund und erfüllt alle Kriterien als zertifizierter Verein, wie z.B. lizenzierte Trainer und Gürtelprüfungen nach den offiziellen Regelungen des Verbandes.

Für Kinder von vier bis sechs Jahren bietet die Sportschule zum Einstieg „Spielen-Raufen-Turnen“ an, das nach dem Konzept „Judo spielend lernen“ durchgeführt wird. Judo-Anfängerkurse gibt es für Kinder ab sechs Jahren, aber auch Jugendliche und Erwachsene können jederzeit einsteigen.

Spaß oder Wettkampf

Judo aus Spaß an der Freude oder um Erfolge bei Wettkämpfen zu erzielen – beides ist möglich. Eine Wettkampfteilnahme ist keine Pflicht, wer dies aber möchte,wird gezielt gefördert und profitiert von der langjährigen Erfahrung der Trainer. So sind einige Mitglieder der Sportschule sehr ambitioniert und erfolgreich. Zwei der besten Judoka sind Jonathan Bögelein und Tobias Harter (beide 16 Jahre). Sie wurden Süddeutscher und zweiter Süddeutscher Meister. Jonathan konnte zudem einen dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften erzielen und so seinen bisher größten Erfolg feiern.

Tobias Harter und Jonathan Bögelein

Tobias Harter und Jonathan Bögelein. Foto: Sophie von Urbanowicz

Im Judo gibt es verschiedenfarbige Gürtel, die die Grade der Judoka anzeigen. Die Schülergrade gehen von weiß über gelb, orange, grün, blau bis braun. Danach folgt der schwarze Gürtel, der 1. Dan (Meister-Grad). Iris und Jörg Bischoff tragen beide den 2. Dan.
Für die kleinen gibt es eine Pokaljagd, bei der man bei drei Vereinsmeisterschaften möglichst viele Punkte sammelt. „Wichtig ist uns, den Spaß am Sport aufrecht zu erhalten und dass die Wettkämpfe nicht zu viel werden“, so Iris Bischoff. Regelmäßig werden Judo Camps, Ferienbetreuungen oder Aktionen zu Halloween ö.ä. veranstaltet.

Dem Judo-Prinzip des gegenseitigen Helfens entsprechend können bereits Kinder ab neun Jahren als Co-Trainer mit auf der Matte stehen und ihr Wissen weitergeben. Sind sie dann älter, können sie eigenverantwortlich Judo unterrichten. Es besteht sogar die Möglichkeit sein Hobby zum Beruf zu machen: Die Sportschule Bischoff ist Ausbildungsbetrieb der IST-Hochschule und bietet den dualen Bachelor-Studiengang „Fitnesswissenschaft und Fitnessökonomie“ an.

Mehr als nur Kampfsport

Judo läuft häufig Gefahr als Randsportart abgetan zu werden, während der Großteil der Kinder in Deutschland auf Fußballplätzen ihr Glück sucht. Dabei bietet Judo wie kaum ein anderer Sport eine unheimliche Bewegungsvielfalt und Werte, die ebenso im alltäglichen Leben eine wichtige Rolle spielen.

Judo-Werte

Die Judo-Werte der Sportschule Bischoff. Foto: Sophie von Urbanowicz

Isabel und Nico Krüger gehen mit ihrem Sohn Pascal seit sechs Jahren vier mal die Woche zum Judo-Training. „Es macht ihm unglaublich viel Spaß, Judo ist für ihn alles – er redet sogar schon von Olympia“, erzählt Isabel Krüger. Pascal sei früher konzentrationsschwach und fahrig gewesen. Seitdem er sich beim Judo auspowert, sei es viel besser geworden.

„Die Kinder gewinnen an Selbstvertrauen, lernen mit Konfrontationen umzugehen und bringen Judo in ihren Alltag ein. Das zu sehen ist unser täglicher Antrieb“, sagt Iris Bischoff.

Wie, Wo, Was?

Adresse: Industriestrasse 14, 91522 Ansbach
Telefon: 0981 1888555
Mail: info@sportschule-bischoff.de
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9.00 bis 12.00 und 15.00 bis 20.30 Uhr

Trainingszeiten:
– Anfängertraining ab sechs Jahren: Montag bis Donnerstag, 16:15 Uhr
– Spielen-Raufen-Turnen: Montag, Mittwoch, Freitag, 15:10 Uhr
– Jugendliche und erwachsene Anfänger: Dienstag 19:30 Uhr

Weitere Informationen unter http://www.sportschule-bischoff.de

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