Ansbach Plus | 25. Juni 2017 AN + | 25.06.2017

Klinikum Ansbach erweitert Sektion Neurochirurgie zu Hauptabteilung

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  • Am 20. März 2017
Die Neurochirurgie wurde als Hauptabteilung anerkannt. Foto: ANregiomed Klinikum Ansbach

Die Neurochirurgie wurde nun zu einer Hauptabteilung des Klinikums. Foto: ANregiomed Klinikum Ansbach

Volles Leistungsspektrum für die Patienten

Um den Patienten das volle Leistungsspektrum der Neurochirurgie anbieten zu können, wurde aus der Sektion Neurochirurgie am Klinikum Ansbach jetzt eine Hauptabteilung. Ab sofort können also sämtliche neurochirurgischen Eingriffe vorgenommen werden.
In der Neurochirurgie werden Krankheiten des Zentralen Nervensystems (ZNS) – wozu neben dem Gehirn auch das Rückenmark und die Rückenmarksnerven gehören – chirurgisch behandelt.

Behandlungsspektrum

Auch die benachbarten Organe und Organsysteme des ZNS wie Hirnhäute, periphere Nerven, der knöcherne Schädel und die Wirbelkörper gehören im Falle einer Tumorerkrankung oder Fehlbildung zum Behandlungsspektrum der Neurochirurgie. Bandscheibenvorfälle der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule werden im Falle von neurologischen Ausfällen ebenfalls operativ behandelt.

Erweitertes Tätigkeitsfeld

„Im Prinzip behandeln wir von Kopf bis Fuß überall dort, wo Schmerzen oder Beeinträchtigungen durch Nerven verursacht werden“, erläutert der Chefarzt der Neurochirurgie Dr. Jörg Schröer. Seit Anfang 2015 ist der Facharzt für Neurochirurgie am Klinikum Ansbach als Leiter der bisherigen Sektion Neurochirurgie tätig.

Chefarzt der Neurochirurgie Dr. Jörg Schröer. – Foto: privat

Chefarzt der Neurochirurgie Dr. Jörg Schröer. – Foto: privat

Mit der Anerkennung der Hauptabteilung erweitert sich sein Tätigkeitsfeld: „Bisher durften wir im Wesentlichen nur Notfälle behandeln. Durch die Hauptabteilung können wir jetzt auch geplante Eingriffe vornehmen und damit das gesamte neurochirurgische Spektrum abdecken. Fachlich und technisch waren wir dazu schon zu Sektionszeiten in der Lage.“

Optimale Behandlungsmethoden

Am Klinikum Ansbach stehen der Neurochirurgie modernste diagnostische Verfahren zur Verfügung. Die Radiologie ermöglicht mit CT und MRT hervorragende Einblicke, um eine optimale Behandlung des Kopfes, der Wirbelsäule sowie von Tumoren und degenerativen (verschleißbedingten) Erkrankungen der Wirbelsäule festlegen zu können.

Für Operationen stehen ein Mikroskop mit der Option einer fluoreszenzunterstützten Resektionskontrolle sowie mikroskopisches Instrumentarium bereit. Bei Tumoroperationen kommt ein moderner Ultraschall-Gewebezerstörer zum Einsatz, mit dem Tumoren im Gehirn besonders schonend entfernt werden können.

Enge Kooperation

Im Rahmen des Regionalen Traumazentrums ist die Neurochirurgie ein wichtiger Partner in der unfallchirurgischen Behandlung. Schlaganfallpatienten werden in enger Kooperation mit der Klinik für Neurologie versorgt. „Die enge Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen und den niedergelassenen Kollegen klappt sehr gut und ist mir auch sehr wichtig“, betont Dr. Schröer.

Anerkennung als Hauptabteilung

„Da es im Bereich der Neurochirurgie einen sehr hohen Bedarf gibt, war es uns ein großes Anliegen, die Sektion zur Hauptabteilung zu machen“, sagt Klinikdirektor Lars Bergmann. Im vergangenen Jahr konnten bereits über 230 Patienten – davon 212 operativ – behandelt werden. Am 15. November letzten Jahres ist dann vom zuständigen Ministerium auch die Anerkennung gekommen.

„Wir freuen uns sehr, jetzt das komplette Spektrum dieser hochspezialisierten Fachrichtung anbieten zu können. Dank der optimalen fachübergreifenden Zusammenarbeit mit den anderen beteiligten Abteilungen können wir unseren Patienten eine optimale Therapie bieten.“

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