Ansbach Plus | 27. Juli 2017 AN + | 27.07.2017

Armin Grau: Späßle, Leberkäs und fränkische Mundart

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Ein Ansbacher Unikat

Schnauzbart, eine rote Kappe und die typisch fränkische Mundart: So kennen die meisten Ansbacher den Leberkäs-Verkäufer Armin Grau. Der 56-Jährige arbeitet seit fünf Jahren an der Fleischtheke am Realeingang im Brücken-Center und mit seinem Job hätte es ihn nicht besser treffen können, so der gebürtige Ansbacher. Warum er seinen Beruf so mag und was das Erfolgsgeheimnis seines Verkaufstandes ist, erzählt die Frohnatur im Interview.

Armin Grau. Foto: Franziska Roos

Ansbach Plus: Herr Grau, Sie sind eigentlich gelernter Metzger und haben früher in der Fleischwarenabteilung im Real gearbeitet, wie kam es zum Leberkäs-Stand?

Armin Grau: Bis 2012 war ich als Verkaufsmetzger im Real angestellt, als ich aber Probleme mit meinen Bronchien bekam, konnte ich nicht mehr die anstrengende Arbeit im Kühlhaus erledigen. Kurzerhand später fragte mich mein Vorgesetzter, ob ich mir vorstellen könnte, am Leberkäs-Stand zu arbeiten. Besser hätte es mich nicht treffen können.

A+: Was gefällt Ihnen so gut an Ihrer Arbeit?

A. Grau: Ich bin mein eigener Herr und mein Job ist sehr abwechslungsreich. Meine Kunden kommen aus allen Schichten und Altersklassen. Ob Student, Rentner oder Bauarbeiter, mein Leberkäsweckle schmeckt jedem. Während meiner Arbeit bekomme ich immer das Neuste aus Ansbach mit. Wenn der Club spielt, informieren mich meine Kunden zum Beispiel über den Spielstand, dann machen wir ein paar Späßle, das gehört dazu. Ich kenne durch meinen großen Kundenstamm fast alle Ansbacher. Wenn ich an meinem freien Tag mit meiner Frau einkaufen gehe, werde ich oft angesprochen, ob es heute keinen Leberkäs gibt.

A+: Am Samstagmittag stehen die Kunden bei Ihnen oft Schlange, warum ist Ihr Leberkäs-Stand so erfolgreich?

A. Grau: Da kommen drei Komponenten zusammen: Als allererstes natürlich die Spitzen-Qualität vom Leberkäs, dann ist die Lage super und ich bin ja auch noch da. Die Kunden merken, wenn jemand Spaß am Verkaufen hat. Dazu gehört auch immer ein Witzle oder ein kurzes Gespräch, dann kommen die Leute gerne. Und ich kenne meine Kundschaft genau. Die Stammkunden müssen schon gar nichts mehr sagen, da weiß ich, wie dick die Leberkäs-Scheibe sein muss und ob sie lieber Senf oder Ketchup mögen. Am Samstag verkaufe ich zwischen 1.000 und 1.100 Weckle, das spricht für sich.

A+: Sie stehen jeden Tag acht Stunden an Ihrem Stand, schmeckt Ihnen da überhaupt selbst noch Leberkäs?

A. Grau: Na selbstverständlich! Ich esse jeden Tag zwei bis drei Weckle. Ich muss ja auch probieren, ob die schmecken.

A+: Wie verbringen Sie Ihre Zeit, wenn Sie mal nicht am Leberkäs-Stand stehen?

A. Grau: Wenn ich von der Arbeit komme, mache ich gar nicht mehr so viel, danach bin ich meistens müde. Aber ich schaue mir gerne Spiele vom Club an oder höre Hard-Rock aus den 70ern. Zu meinen Lieblingsbands gehört Black Sabbath und die Allman Brothers.

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