Ansbach Plus | 18. August 2017 AN + | 18.08.2017

„US-Aufrüstung gefährdet die Gesundheit“: MdB Weinberg wendet sich an Umweltbundesamt

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  • Am 05. März 2017

US-Aufrüstung würde Luftqualität gefährden

„Die US-Aufrüstung hat gravierende Auswirkungen auf die Luftqualität und damit die Gesundheit der Menschen im Raum Ansbach.“ Zu diesem Ergebnis kommt der krankenhauspolitische Sprecher im Bundestag, MdB Harald Weinberg und wendet sich damit an das Umweltbundesamt.

Aktion „Närrische Zeit in K(n)atterbach“ der Bürgerinitiative „Etz langt´s!“. Foto: Bürgerinitiative „Etz langt´s!“

Unter den 86 Kampfhubschraubern, die derzeit zusätzlich nach Katterbach und Illesheim verlegt

Harald Weinberg, Die Linke, MdB.
Bundestagsabgeordneter. Foto: Harald Weinberg

werden, befinden sich laut Bundesregierung auch 24 Maschinen vom Typ „Chinook CH-47“. Diese weisen einen Verbrauch von 1.840 Litern JP-8-Kerosin pro 100 Kilometern im Normalflug auf. Das ist mehr Treibstoff als ein Jumbo-Jet auf gleicher Strecke benötigt (1.300 Liter). Im Normalflug (265 km/h) verbrennt ein Chinook folglich 4.875 Liter pro Stunde und damit etwa so viel wie ein neuwertiger Kleinwagen auf 100.000 Kilometern.  MdB Harald Weinberg warnt: Die Feinstaubemissionen seien aufgrund der toxischen Zusatzstoffe im verwendeten Treibstoff und fehlender Katalysatoren noch viel höher.„Angesichts der Tatsache, dass die US-Armee 2017 monatlich rund 2.000 Flugstunden in der Region durchführen will, dürfte die entstehende Luftverschmutzung größer sein als diejenige sämtlicher in der Stadt Ansbach zugelassener Pkws. In diesem Zusammenhang muss von einer Gesundheitsgefährdung der hier lebenden Menschen durch die Aufrüstung ausgegangen werden“, erklärt Harald Weinberg.

Umweltbundesamt soll Gefährdung einschätzen

Der Ansbacher Abgeordnete hat daher jetzt das Umweltbundesamt, das für Lufthygiene zuständig ist, eingeschaltet. In seinem Brief bietet er die Bundesbehörde um eine Stellungnahme zu den zu erwartenden Feinstaubemissionen und resultierende Gefährdungen der Gesundheit von Anwohnern.

Mit Blick auf gesundheitliche Folgen des Fluglärms verweist Weinberg auf eine aktuelle Studie der Universitätsklinik Mainz. Forscher hatten dort jüngst belegt, dass gerade nächtlicher Fluglärm Herz- und Kreislauferkrankungen hervorrufen und verstärken kann. „Fluglärm verursacht Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall“, heißt es in der Studie.

 

Quelle: Pressemitteilung MdB Harald Weinberg 
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